20 Fragen an Peter Boehringer

Peter Boehringer
(MdB AfD / Wahlkreis Amberg, Bayern)

Peter Boehringer (48) ist Mitglied des Deutschen Bundestags und einer der Finanzpolitischen Sprecher der AfD sowie Mitglied der AfD-Programmkommission.

1. Wo wären Sie gerade am liebsten?
Im zu Unrecht geschmähten Nachtwächterstaat – also ohne omnipräsente staatliche Bevormundung.

2. Woran denken Sie bei dem Wort »Heimat«?
Das, was heute durch kulturelle Überfremdung und durch geldsystemische Fehlentwicklungen hoch gefährdet ist – und unseren Kindern unbedingt intakt erhalten werden muss.

3. Welcher Ort, welcher Flecken in Ihrem Wahlkreis ist für Sie der schönste?
Ich suche die ideale Weinbergumgebung: wild-wuchernd-romantisch und zugleich diszipliniert-geradlinig-deutsch.

4. Wenn Sie in eine Zeitmaschine einsteigen könnten – welche geschichtliche Epoche würden Sie erleben wollen?
US-Kongress am 23.12.1913: Federal Reserve Act; Geburt des heutigen planwirtschaftlichen Monopol- und Zwangsgelds. Die folgenreichste Makroklempnerei der Neuzeit.

5. Welcher Staatsmann, welcher Politiker, welche historische Figur beeindruckt Sie am meisten?
Viele – vielleicht Thatchers Bonmot: »The problem with socialism is that ultimately you run out of other people’s money«

6. Welche Werte verbinden Sie mit dem Begriff »deutsche Leitkultur«?
Deutsche Sprache als (einzige) Amtssprache – denn ohne gegenseitiges Verstehen kann es keinen gesellschaftlichen Frieden geben. Multikulti bedeutet Nichtverstehen, Anarchie, Unkultur. Zudem liberale Toleranz und Trennung von Staat und Religion.

7. Welche Werte sollten wir unseren Kindern vermitteln?
Disziplin, Liebe, Empathie, Ratio, geistige Unabhängigkeit durch hartes Faktenwissen.

8. Welche(r) Mensch(en) stehen Ihnen persönlich am nächsten?
Eltern, Kinder: Familie.

9. Für wen oder was würden Sie alles stehen und liegen lassen?
Für meine Kinder und für vertiefte Einblicke.

10. Welche Persönlichkeit oder welches Ereignis hat Sie am stärksten geprägt?
Der Zusammenbruch der ersten großen Illusionsblase: der dekadenten New Economy-Bubble.

11. Welches Buch hat Sie am nachhaltigsten beeinflusst?
»Kreide für den Wolf – die tödliche Illusion vom besiegten Sozialismus« von Roland Baader: 1991 prophetisch; seitdem leider zeitlos-aktuell.

12. Was ist Ihre größte Stärke, was Ihre größte Schwäche?
Schwäche: Überhöhung der Rationalität. Stärke: Dito: In einer zunehmend ideologischen, moralisierenden und irrationalen Zeit kann man die Ratio kaum überhöhen.

13. Was ist Ihre Lieblingsspeise?
Nach Rennradauffahrt ein Riegel auf der Passhöhe des Stilfser Joch.

14. Woran glauben Sie?
An ein dem mit Würde ausgestatteten Menschen zustehendes Recht auf individuelle Glückssuche. Dies bei Anerkennung der Grenzen dieser Freiheit aufgrund natürlicher Ressourcenknappheit und unüberwindbarer Zugehörigkeit zu Schicksalsgemeinschaften.

15. Welche Ziele möchten Sie politisch erreichen?
Auch wenn es als MdB paradox klingt: Den schlanken Staat mit 10% Staatsquote. Die beste Politik? Je weniger desto besser!

16. Was haben Ihnen Ihre Eltern mitgegeben?
Disziplin, Sensibilität, hartes Faktenwissen in relevanten Bereichen, Neigung zu Logik und Ratio.

17. Was bedeutet der Tod für Sie?
Vorher sollten wir Spuren einer sinnvollen Existenz hinterlassen. Dazu gehört das beruhigende Wissen, etwas positiv Bleibendes für die Nachwelt hinterlassen zu haben. Gesellschaften werden groß, wenn alte Männer noch Bäume pflanzen im Wissen, dass sie in deren Schatten niemals sitzen werden.

18. Was gibt Ihnen Halt und Hoffnung?
Das ist schwierig in ökonomisch und auch gesellschaftlich verrückten Zeiten mit nie gesehener Schuldenwirtschaft, die Zukunft in der Gegenwart konsumiert und ganze Kulturen und Nationen zerstören wird. Aber wer nicht kämpft, hat schon verloren: Für das Gute und mit Optimismus!

19. Was machen Sie in 10 Jahren?
Ich lebe entweder im geretteten Deutschland mit neuer D-Mark. Es wird dann zwar ein von Euro-Abwicklungslasten und von langer politischer Gehirnwäsche gezeichnetes und materiell sowie kulturell heruntergekommenes Land sein. Doch zugleich ein endlich freies, rationales Land, aus dessen erhalten gebliebener geistiger Substanz man wieder etwas aufbauen kann. Andernfalls werde ich aus dem multikulturell verlorenen Kalifat D-EU-tschistan oder aus dem irrational-totalitären, politisch-hyperkorrekten EUR-Nannystaat ausgewandert sein.

20. Ihr Lieblingszitat lautet:
»Dir schönste Frucht der Freiheit ist Selbstgenügsamkeit« (Epikur).

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