Aus dem Alltag eines Abgeordneten 4

Die letzte Woche verbrachte ich vor allem mit organisatorischen Dingen. Sich in Berlin einzurichten, ist eine langwierige Sache. Die Büros in der Dorotheenstraße wollen bestückt werden, Mitarbeiter müssen eingestellt und im neuen Umfeld eingearbeitet werden. Trotz des Trends der Digitalisierung muss beim Bundestag noch ziemlich viel auf Papier erledigt werden. Und natürlich müssen gerade zu Anfang die Mitarbeiter ihren gewohnten Alltag auf die Arbeit in Berlin umstellen. Das führt dazu, dass es etwas dauert, bis die vollständige Arbeitsfähigkeit hergestellt werden kann.

Ich habe bisher zwei Mitarbeiter eingestellt, die ich schon aus meiner Parteiarbeit in Hessen kenne. Sie haben ihre Mitarbeiter-Ausweise erhalten, haben Schlüssel für die Büros, warten aber noch auf ihre Laptops. Auch einige Drehstühle müssen noch nachgeliefert werden. Alles in allem ist die Situation noch recht provisorisch.

Aber meine Mitarbeiter und ich gleichen das erfolgreich mit einem hohen Maß an Flexibilität und einer hohen Motivation aus.

Da ja mancher hinter der Bürosituation bewusste Schikane gegen die AfD vermutet, will ich hier die Bundestagsverwaltung in Schutz nehmen.

Sie zeigt sich stets hilfsbereit und kommt uns entgegen, wo sie nur kann.

Die Lage ist nun mal, wie sie ist, und wir brauchen einfach etwas Geduld. Dennoch sind wir gut vorbereitet in die erste Bundestagssitzung gegangen und arbeiten an verschiedenen Initiativen für kommende Sitzungen.

Kurz: Die Arbeit der AfD-Fraktion geht wunderbar voran, ob uns nun noch ein paar Räume fehlen oder nicht.


Jan Nolte

(28) ist Landesvorsitzender der Jungen Alternative (JA) Hessen und Mitglied des Deutschen Bundestages.

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