Vor einigen Jahren machte der »PISA-Schock« die Runde. Deutschland war im internationalen Vergleich im Bildungsniveau dramatisch abgerutscht.

Doch was macht die Politik? Statt um Inhalte kümmert sie sich um die Struktur! Eine ideologisch motivierte Reform jagt die andere, frei nach dem Motto: Für jeden das Gleiche. Aber leider eben für keinen das Richtige. In vielen Bundesländern wurden unter unterschiedlichen Regierungskonstellationen Gemeinschaftsschulen eingeführt, Bildungspläne stark vereinfacht und Lehrer zu »Lernbegleitern« degradiert. Viele Schulen sind inzwischen marode und haben eine veraltete Ausstattung.

Nur in einem Bereich wurde eifrig der Lerninhalt angepasst: Überall hält der »Gender-Irrsinn« Einzug und die Frühsexualisierung nimmt schamlos ihren Lauf mit teils verstörenden Unterrichtsinhalten für Kinder.

All dieser Reformeifer hat sich nicht ausgezahlt. Jeder dritte IHK-Betrieb muss laut einer Studie inzwischen »nachholenden Schulunterricht« erteilen, beispielsweise Schreibberatung, Texterfassung, Textverständnis und Mathekurse!

Laut statistischem Bundesamt bricht fast ein Drittel aller Studenten der Mathematik und Naturwissenschaften das Studium ab!

Wir brauchen deshalb einen fundamentalen Wechsel dieser verfehlten Politik. Schulen müssen wieder behütete Horte des Lernens werden, in die Eltern ihre Kinder unbesorgt schicken können. In denen Fördern und Fordern praktiziert wird. In denen Fachwissen statt nur diffuse Kompetenzen vermittelt werden. In denen differenziert unterrichtet wird und auch leistungsstarke Schüler nicht zu kurz kommen.

Und vor allem brauchen wir Schulen, in denen Werte vermittelt werden. Werte wie Fleiß, Hilfsbereitschaft, Verantwortung, Glaube und Heimatliebe. Denn unsere Kinder sind es, die später mal dieses Land zusammenhalten und voranbringen müssen. Da-zu bedarf es einer nationalen Kraftanstrengung. Ohne Ideologie. Und in vielen Bereichen gilt: Wieder zurück zum Bewährten!


Dr. Malte Kaufmann

ist Unternehmer und war von 2002 bis 2016 Mitglied der CDU. Im September kandidiert er für die AfD im Wahlkreis Heidelberg/Weinheim.

QUELLEBild: imago
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