Ist die Verfolgung von Christen nicht ein Thema, das man eher in die Antike oder ins Mittelalter verorten würde? Jeder kennt die schrecklichen historischen Berichte von der Christenverfolgung unter Kaiser Nero, als Christen gekreuzigt oder den Löwen zum Fraß vorgeworfen wurden. Oder die Verfolgung der Hugenotten und Waldenser mitten in Europa.

Aber wussten Sie, dass die Verfolgung von Menschen aufgrund ihres Glaubens an Jesus Christus heute so massiv ist, wie noch nie zuvor in der Geschichte? Die Organisation Open Doors veröffentlicht jedes Jahr einen Welt-Verfolgungs-Index. Fazit: 2017 werden weit über 200 Millionen Christen weltweit verfolgt, ein trauriger Rekord. Die schlimmsten Länder sind vorwiegend islamisch geprägt: Nach dem kommunistischen Nordkorea folgen Somalia, Afghanistan, Pakistan, Sudan, Syrien, Irak, Iran, Jemen und Eritrea. Ein wichtiger »Verbündeter des Westens« in Nahost, Saudi Arabien, ist übrigens auf Platz 14.

Aber auch in Deutschland nimmt Christenverfolgung zu, und zwar nicht zuletzt deswegen, weil in Asylantenheimen Christen von Anhängern des Islams drangsaliert werden. Kürzlich gab es sogar einen Mord, weil ein Moslem zum christlichen Glauben übergetreten war. Hunderte Betroffene berichten von Diskriminierung, Bedrohung und tätlicher Gewalt.

Was kann jeder Einzelne tun? Zunächst ist es wichtig, sich zu informieren. Die Zustände dürfen nicht verschwiegen werden. Sprechen Sie zudem mit Politikern, machen Sie auf die Missstände aufmerksam und schließen Sie die verfolgten Christen in Ihr persönliches Gebet mit ein. Darüber hinaus muss in Deutschland ohne Wenn und Aber gelten: Diskriminierung von Christen darf nirgends und unter keinen Umständen geduldet werden. Hier müssen Politik, Polizei und Justiz konsequent durchgreifen.
Weitere Informationen finden Sie beispielsweise unter www.opendoors.de


Dr. Malte Kaufmann

ist Unternehmer und war von 2002 bis 2016 Mitglied der CDU. Im September kandidiert er für die AfD im Wahlkreis Heidelberg/Weinheim.

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