Die »Erfolgsserie« von Angela Merkel (CDU) im Wahlkampf reißt nicht ab: Wo immer die Masseneinwanderungskanzlerin auftritt, wird sie mit Buh-Rufen (»Hau ab!«), Trillerpfeifen oder auch schon mal mit fliegenden Tomaten empfangen. Scheinbar souverän, tatsächlich aber angefressen bis ins Mark, lächelt sich Merkel über den Protest hinweg: »Ich glaube nicht, dass man die Welt durch Schreien und Pfeifen besser machen kann.«
DIE WELT BESSER MACHEN …
… das war das sozialistische Credo der heutigen »Weltenkanzlerin« schon zu DDR-Zeiten!
Dazu lohnt es sich immer wieder, die vor vier Jahren im Piper-Verlag erschienene Biografie »Das erste Leben der Angela M.« nachzulesen. Die Autoren Günther Lachmann und Ralf Georg Reuth konfrontieren Merkel mit dem dunklen Schatten ihrer DDR-Vergangenheit. Das Resümee der beiden erfahrenen Journalisten: Als junge Physikerin und Angehörige der sowjetisch geprägten Wissenschaftselite des SED-Staates habe sich Merkel »systemkonform« verhalten.
Lachmann und Reuth stießen auf einen Wegbegleiter zu dieser Zeit: Gunther Walther, Chef der FDJ-Gruppe an Merkels Physik-Institut. Er wird mit den Worten zitiert: »Angela Merkel war Sekretärin für Agitation und Propaganda.«
Die Weltenkanzlerin selbst kokettiert gerne damit, dass sie »immer offen« mit ihrer DDR-Vergangenheit umgegangen sei: »Was mir wichtig ist – ich habe da nie irgendetwas verheimlicht.« Vielleicht habe sie manche Dinge nicht erzählt, »weil mich nie jemand danach gefragt hat.« Ach so!
Man muss nicht allzu tief in der Vergangenheit graben – ein Rückblick in das »DDR-Reformjahr« 1989 reicht. Aus der Zeit, als sich Merkel vor dem Fall der Mauer dem »Demokratischen Aufbruch« (DA) anschloss, ist folgender Satz von ihr überliefert: »Wenn wir die DDR reformieren, dann nicht im bundesrepublikanischen Sinn.«
Das erklärt manches – bis heute!



