Die Doppelmoral der Linken

Vor zwei Wochen ereigneten sich zwei Anschläge, die mit Autos verübt wurden: einer in Charlottesville, USA, 1 Tote, einer in Barcelona, 18 Tote.

In Charlottesville ist ein Rechtsextremist verdächtig, aus Hass in eine linke Demonstration gefahren zu sein. Der Tat vorangegangen waren Gewalttätigkeiten von Linksextremen gegen eine rechte Demonstration. US-Präsident Trump verurteilte deshalb die »Gewalt von beiden Seiten« und handelte sich einen massiven Shitstorm ein: Wie könne er linke und rechte Gewalt gleichsetzen? Es sei moralisch unabdingbar, den Täter und seine Gesinnung zu benennen, sich davon zu distanzieren und klarzumachen, dass letztlich jeder Rechte an dem Anschlag irgendwie mitschuldig sei.

Hoher Anspruch. Und die Realität? Als in Barcelona Islamisten 18 Menschen töteten, stand in deutschen Zeitungen: »Lastwagen fährt in Menschenmenge«, als ob er das von selbst getan hätte. Die ›Zeit‹ fabulierte von »fanatischen Lieferwagenfahrern«. Das Wort »Islam« fehlte wie immer, distanziert hat sich niemand, und bis heute gilt als politisch inkorrekt, wer nach dem Zusammenhang zwischen der Masseneinwanderung von (sunnitischen) Muslimen und dem grassierenden Terror fragt.

Die Doppelmoral ist das Erkennungszeichen westlicher Linker geworden. Sie ist unerträglich und zerstört die öffentliche Debatte.


Dr. Maximilian Krah

ist Rechtsanwalt und ehemaliges Mitglied der CDU. Heute engagiert er sich in der AfD.

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