Wie der grüne Zeitgeist Wirtschaft und Industrie kaputt macht

»In Brüssel wirds erdacht, in Deutschland wirds gemacht, in Italien wird gelacht!« Der alte Spottvers auf den Umgang mit unsinnigen EU-Vorschriften passt perfekt auf die Feinstaub-Hysterie, die Baden-Württemberg und seine Landeshauptstadt Stuttgart seit Jahren auf Trab hält.

»Feinstaubalarme« schüren Katastrophenstimmung, der Einzelhandel klagt über einbrechende Kundenzahlen, selbst chinesische Touristen – die aus ihrer Heimat wissen, was wirklich schlechte Luft bedeutet – fragen sich, ob sie die Schwabenmetropole noch ohne Atemschutz betreten können.

»Umweltzonen« haben außer mehr Bürokratie und Kosten für die Bürger nichts gebracht.

Kein Wunder, denn Baustellenschmutz, Bremsabrieb und Heizanlagen verursachen weit mehr Feinstaub als Kraftstoffverbrennung.

Bei der Zahl der Messstationen liegt Deutschland europaweit einsam an der Spitze, und in Stuttgart stehen sie nicht gleichmäßig verteilt im Stadtgebiet, sondern dort, wo es am schmutzigsten ist.

Als nächste Eskalationsstufe wird mit Fahrverboten für Dieselfahrzeuge gedroht, nachdem schon durch die »Umweltzonen« Hunderttausende von Besitzern älterer Fahrzeuge faktisch enteignet wurden. Stadtrat Lothar Maier, AfD-Bundestagskandidat für Stuttgart, will mehr Vernunft und Pragmatismus: Statt immer neuer Schikanen solle man zur bewährten Praxis zurückkehren, Hauptstraßen regelmäßig nass zu reinigen. Das ist effektiv, taugt aber eben nicht zur Panikmache.

Treibende Kraft bei den Fahrverboten ist Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann, ein altgrüner Beton­kopf. Die zum Juniorpartner der Grünen verzwergte CDU schaut meist nur tatenlos hinterher, wenn die ideologischen Feinde des Individualverkehrs die nächste Rakete zünden.

Bei der Mobilmachung gegen den grünen Lieblingsfeind Autoindustrie steht allenfalls Ministerpräsident Winfried Kretschmann noch auf der Bremse. Ganz kann man die Kuh eben nicht schlachten, die im Südwesten mit gleich mehreren Premiumherstellern und unzähligen Zulieferern und Dienstleistern den Löwenanteil der Arbeitsplätze und Steuereinnahmen im Land sichert.

Umso lustvoller sägen grüne Ideologen an diesem Ast und demontieren das industrielle Rückgrat Deutschlands.

Um den Bürgern das Autofahren zu vergällen, werden Grenzwerte für Schadstoffe in unerfüllbare Bereiche abgesenkt. Fragwürdige Vereine wie die »Deutsche Umwelthilfe« (DUH) führen den Feldzug gegen den Diesel an. Dass sie sich als Lobbyist vom Hybridautohersteller Toyota gut bezahlen lässt, der anders als die deutsche Konkurrenz gar keine Dieselmotoren baut, sagt die DUH nicht dazu.

Wie absurd die Dieselpanik ist, zeigt schon die Tatsache, dass die zulässigen Grenz­werte für Stickoxide am Arbeitsplatz inzwischen zwanzigmal höher sind als im Straßenverkehr. Statt solchem Unsinn zu widersprechen, sind die Automobilhersteller vor dem grünen Zeitgeist eingeknickt und haben sich auf fragwürdige Tricksereien und Kartellabsprachen eingelassen, für die sie jetzt wieder am Pranger stehen.

Die tiefere Ursache des »Dieselskandals« ist die auto- und bürgerfeindliche grüne Ideologie; an der schlechten Figur, die sie dabei machen, sind die Autokonzerne allerdings selbst schuld.

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