Gewinner: Richard Roßmanith

Richard Roßmanith (62), einer der ranghöchsten Bundeswehr-Generäle, zeigt Rückgrat. In der Traditions-Debatte setzt er sich klar von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ab. Der Generalleutnant, der im Januar »altershalber« in den Ruhestand versetzt wird, findet deutliche Worte: »Es hat keine Stunde null in der Bundeswehr gegeben. Wer das behauptet, denkt ahistorisch. Den militärischen Widerstand um Oberst Graf von Stauffenberg können Sie nur begreifen, wenn Sie auf die Wehrmacht blicken.« Wir sagen: Kehrt marsch, Frau von der Leyen!

Verlierer: Christian Wulff

Schon als Bundespräsident (2010-2012) umgab Christian Wulff (58) – »der Islam gehört zu Deutschland« – eine Aura des Klebrigen: Enthüllungen über Luxus-Urlaube; ein umstrittener Privatkredit zur Hausfinanzierung; eine Anklage wegen Vorteilsannahme endete mit Freispruch. Dennoch dürfte ins Bild passen, dass der Ex-CDU-Politiker jetzt als Prokurist für das türkische Mode-Label Yargici wirkt – ungeachtet seines lebenslangen »Ehrensoldes« von 236.000 Euro plus Büro auf Steuerzahlerkosten. Dies alles für nicht mal 20 Monate als Staatsoberhaupt. Anrechnen lassen muss er sich sein Zubrot (wie viel?) nicht. Man könnte es unanständig nennen – mindestens!

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