61,5 Millionen Deutsche in 299 Wahlkreisen sind am 24. September aufgerufen, den 19. Bundestag zu wählen. Die Hälfte der Wahlberechtigten ist 52 Jahre und älter – neuer Höchststand! Der Deutschland-KURIER klärt wichtige Fragen zur Wahl.

Wer wird überhaupt gewählt?
Gewählt werden 598 Abgeordnete. Die Zahl kann sich durch Überhangmandate erhöhen.

Kann ich Angela Merkel als Kanzlerin abwählen?
Ja – aber nur mittelbar. Der/die Kanzler(in) wird von der Mehrheit der Abgeordneten gewählt.

Welche Bedeutung haben Erst- und Zweitstimme?
Mit der Erststimme wird der Direktkandidat einer Partei gewählt. Die (wichtigere) Zweitstimme entscheidet darüber, wie viele Kandidaten einer Partei es über die Landesliste in den Bundestag schaffen. Beide Stimmen dürfen gesplittet werden – natürlich können Sie auch mit BEIDEN Stimmen die AfD wählen.

Muss ich die Erststimme ankreuzen?
Ja, sonst ist Ihre Erststimme ungültig.

Wer darf eigentlich wählen?
Alle Deutschen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, seit mindestens drei Monaten hier wohnen und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind (z.B. wegen einer Geisteskrankheit oder schwerer Straftaten).

Wie lange haben die Wahllokale geöffnet?
Von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Das Wahllokal steht in Ihrer Wahlbenachrichtigung.

Ich bin am Wahlsonntag verhindert – kann ich trotzdem wählen?
Ja – per Briefwahl. Der Wahlschein kann bis spätestens Freitag vor dem Wahltag bis 18.00 Uhr bei der für Sie zuständigen Gemeindeverwaltung beantragt werden. In Ausnahmefällen kann ein Wahlschein noch am Wahltag bis 15.00 Uhr beantragt werden – etwa, wenn bei plötzlicher Erkrankung der Wahlraum nicht oder nur unter unzumutbaren Schwierigkeiten aufgesucht werden kann.

Stichwort: Linke Hackerangriffe. Ist die Wahl überhaupt sicher?
Leider nein! Computer-Experten haben gravierende Mängel in einer Software gefunden, mit der in etlichen Kommunen die Wahlergebnisse zusammengetragen und an den Landeswahlleiter übermittelt werden. Um Wahlmanipulationen vorzubeugen, entsendet die OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa) Wahlbeobachter nach Deutschland – auf Drängen übrigens der AfD!

QUELLEBild: imago
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