Liebe Leser,
um im Bilde des schon jetzt bravourös gescheiterten SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz zu bleiben: Das Wattebäuschchen-Duell mit Angela Merkel (CDU) war »wertvoller als Gold«.
Zwar waren diese 90 Minuten TV-Duett so öde und inhaltsleer wie der ganze Wahlkampf bisher; aber sie waren doch um einiges aufschlussreicher. Deshalb: Danke für letzte Klarheit!
Hier wetteiferten zwei darum, wer besser »merkeln« kann. Hier wurde vorgekuschelt für eine dritte Große Koalition unter Führung der Weltenkanzlerin. Hier gab einer schamlos seine Bewerbung als Außenminister und Vizekanzler ab. Hier wurde demokratische Streitkultur vollends ad absurdum geführt. Hier wurde vor allem mit nicht zu überbietender Deutlichkeit das Signal ausgesendet: »Weiter so!«
Weiter so mit der Masseneinwanderung, weiter so mit der Nicht-Abschiebung und Duldung von Asylbetrügern und Gefährdern, weiter so mit der sozialen Ungerechtigkeit zwischen jenen, »die schon länger hier leben« und jenen, »die noch nicht so lange hier leben».
Aber selbst wenn im Lichte des Wahlergebnisses doch noch das schwarz-gelb-grüne Jamaika-Rumfass aufgemacht werden sollte – es würde an dem entschiedenen »Weiter so!« nichts ändern. Schon gar nicht mit einer FDP, die lediglich auf rentable Ministerposten aus ist.
Das beschämende Redeverbot der Stadt Nürnberg für den AfD-Spitzenkandidaten Alexander Gauland schließt sich nahtlos an das sogenannte TV-Duell an, ganz nach dem Motto: »Bitte nicht stören im Wahlkampf – hier schläft die von den etablierten Parteien und den Mainstreammedien eingelullte Demokratie!«
Gottlob haben es die Bürgerinnen und Bürger am 24. September in der Hand, diesen demokratieschädlichen Tiefschlaf zu stören.
Herzliche Grüße,
Ihr David Bendels


