Klartext des Chefredakteurs, Ausgabe 5

Liebe Leser,

müsste Deutschland zum Psychiater, würde dieser dem »Patienten Deutschland« eine seit Jahrzehnten andauernde, chronische Selbstfindungskrise attestieren.
Welche Therapie würde der Psychiater empfehlen? Über 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und knapp 30 Jahre nach der Wiedervereinigung unseres Vaterlands in einem friedlichen Europa ist es dringend notwendig, dass wir mehr Patriotismus wagen!
Während in jedem anderen Land das Singen der Nationalhymne und das Hissen der Staatsflagge völlig selbstverständlich sind und feierlich zelebriert werden, holen wir unsere nationalen Symbole verschämt zu Fußball-Groß­ereignissen aus der Mottenkiste, in die Linke und Grüne alles Deutsche entsorgt sehen wollen.
Unser Land hat aber nur dann eine Zukunft, wenn wir selbstbewusst zu ihm und unserer Geschichte stehen, wenn Patriotismus zur Staatsräson wird. Wir müssen lernen, uns der Verantwortung für die grausamen und verbrecherischen Jahre unserer Geschichte weiter ohne Abstriche und Relativierung bewusst zu sein, aber daneben auch die wunderbaren Leistungen unserer Nation und unseres Volkes in Wissenschaft, Literatur, Kunst und Kultur im kollektiven Gedächtnis unseres Landes zu bewahren, stolz darauf zu sein und dieses Wissen und Gefühl auch an kommende Generationen weiterzugeben.

Wie sollten wir sonst Millionen Menschen aus anderen Kulturen verdeutlichen, dass es attraktiv ist, sich an unsere Lebensweise und an unsere Werte anzupassen, sich in unsere Gesellschaft einzubringen, wenn uns Selbsthass und Selbstzweifel plagen? Wenn unsere »Integrationsministerin» desintegriert, indem sie erklärt, es gebe keine deutsche Kultur.
Integration kann überhaupt nur gelingen, wenn Migranten Anreiz und Sinn darin sehen, zu uns gehören zu wollen. Dazu gehört als Grundvoraussetzung das Erlernen der deutschen Sprache. Hinzukommen muss aber auch eine gehörige Portion Stolz darauf, in einem wunderbaren Land leben und zu einem geachteten Volk gehören zu dürfen –und zwar ohne den doppelten Boden der doppelten Staatsbürgerschaft. Sie untergräbt jeden Patriotismus und jedes Gefühl des Dazugehörens. Dieses massive Integrationshemmnis gehört schleunigst wieder abgeschafft.
«Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert!», sagte Angela Merkel noch vor 7 Jahren auf dem Deutschlandtag der Jungen Union (JU). Man müsse Migranten «nicht nur fördern, sondern auch fordern». Die Kanzlerin sollte ihre eigenen Reden nachlesen! Frau Merkel hat es zugelassen, dass in unseren Großstädten Parallel-Welten mit eigenen «Rechtsnormen» entstehen konnten. Diese Abgrenzung spaltet Deutschland immer mehr. Die Geschichte lehrt uns aber, dass Vielvölkerstaaten mit unterschiedlichen Kulturen keinen Bestand haben. Denn Misstrauen, Hass und Feindseligkeit sind kein Fundament für ein gedeihliches Zusammenleben. Deshalb: Lassen wir uns nicht von linken Ideologen unser Deutschland schlechtreden. Schaffen wir ein gemeinsames Miteinander, das sich an einer gemeinsamen deutschen Leitkultur orientiert – offen für jeden, der sich uns anpassen will. Aber zeigen wir endlich auch Entschlossenheit gegen alle, die uns feindselig begegnen und unsere Kultur vernichten wollen. Lassen Sie uns mehr Patriotismus wagen!

Herzliche Grüße,
Ihr David Bendels

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