Was der neue französische Präsident Emmanuel Macron vorhat, wird Deutschland viel Geld kosten
Was haben deutsche Medien und Politiker über Senkrechtstarter Emmanuel Macron gejubelt: Die »Rechtspopulisten« gestoppt, »Europa« gerettet – der jüngste französische Präsident aller Zeiten erschien als neuer Messias.
Das Lachen wird den Deutschen schnell vergehen. Frankreich lebt so maßlos über seine Verhältnisse wie die Süd-Pleitestaaten: Die Staatsquote liegt mit fast 58 Prozent weit über EU-Schnitt, der aufgeblähte öffentliche Dienst verschlingt mehr, als das Land produziert. Die Staatsschulden sind in den letzten zehn Jahren um eine Billion Euro gestiegen.
Macron verspricht »Reformen«, aber die sind eher symbolisch. Mit der Übermacht von Gewerkschaften und Bürokratie wird auch er sich nicht anlegen. Macrons »Reformen« sind vor allem ein Vorwand, um an deutsches Geld heranzukommen.
Die EU-Besoffenheit der polit-medialen Eliten in Deutschland spielt ihm dabei in die Hände. Jetzt müsse man »Macron helfen«, tönen ›Spiegel‹, ›Süddeutsche‹ & Co. im Chor. Nur: wobei?
Der »Kaviar-Linke« Emmanuel Macron ist die clever verpackte neueste Trumpfkarte der alten Eliten. Seine Karriere hat er in Eliteschulen, Großbanken und internationalen Konzernen gemacht, gefördert von einflussreichen Strippenziehern wie Ex-Mitterrand-Berater Jacques Attali.
Es war Attalis Idee, von den Deutschen als Preis der Wiedervereinigung die Abschaffung der D-Mark und die Einführung des Euro zu forden, um die deutsche Finanzkraft abzuschöpfen. »Maastricht, das ist Versailles ohne Krieg«, schrieb 1992 der ›Figaro‹.
Macron hat dafür eine neue Formel gefunden: Mit seinen Plänen wird der Umbau der Eurozone zur Transferunion komplett: Euro-Finanzminister, eigener Haushalt und eigene Steuern für die Eurozone, Vergemeinschaftung der Schulden über Eurobonds.
SPD-Kanzlerkandidat Schulz ist begeistert, die Bundeskanzlerin hat auch schon Zustimmung signalisiert. Egal wer von beiden gewinnt, nach der Bundestagswahl heißt es für uns: Zahlen ohne Ende, damit Frankreich und der »ClubMed« weiterwursteln können und der Euro überlebt.
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