Ausgerechnet in Dortmund, der »Herzkammer des Ruhrgebiets«, hat die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Auftakt ihrer Wahlkampftournee mit »sinkender« Arbeitslosigkeit geprahlt und baldige »Vollbeschäftigung« versprochen.
Dabei pfeifen es die Spatzen von den Dächern, dass die Arbeitslosenstatistik rechtzeitig zum Wahljahr kräftig frisiert wurde. Auf Wunsch der Politik hat die Arbeitsagentur die neu erfundene Kategorie der »Unterbeschäftigten« einfach herausgerechnet. Rechnet man die Zahlen zusammen, sind in NRW nicht knapp 700.000 Menschen ohne Job, sondern eine runde Million.
Auch ohne diese Kosmetik sinkt die Arbeitslosigkeit an Rhein und Ruhr langsamer als im Rest der Republik. Thüringen und Sachsen haben NRW schon überholt. Grund dafür ist der hohe Migrantenanteil: Bei Einwanderern steigt die Arbeitslosenquote auch nach amtlichen Zahlen rasant.
Dortmund hält mit offiziell über elf Prozent Arbeitslosen einen Spitzenplatz im Land.
Im Problemviertel Nordstadt mit einem Migrantenanteil von über zwei Dritteln ist die Tristesse am größten: Wo einst die stolze Borussia aus der Taufe gehoben wurde, hat heute jeder Vierte keinen Job.
Zechen und Brauereien waren einmal das Wahrzeichen Dortmunds. Von der Schwerindustrie ist nichts geblieben, von der Bierproduktion nur ein von Großkonzernen fremdgesteuerter Schatten. Was im mühseligen »Strukturwandel« trotzdem erreicht wurde, droht jetzt die Migrationskrise zunichte zu machen.
80 Prozent der Asyl-Immigranten haben nach neuesten Zahlen keinen Berufsabschluss, 59 Prozent nicht mal einen Schulabschluss. Ohne Qualifikation führt der Weg direkt in die Sozialhilfe.
Rund 700.000 »Flüchtlinge« sind in Deutschland seit 2015 schon im Hartz-IV-Bezug gelandet.
Und das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange.
Die steigenden Sozialausgaben erwürgen die Kommunen im Ruhrgebiet.
8.000 Armutsmigranten aus Rumänien und Bulgarien leben im Dortmunder Norden.
Dazu hat die Stadt Tausende Syrer, Afghanen und Nordafrikaner aufgenommen. Kaum einer hat je eine Chance auf Arbeit.
Dafür können Studenten »mit Migrationshintergrund« jetzt an der FH Dortmund »Flüchtlingshilfe« studieren. Das schafft vielleicht ein paar zusätzliche Jobs in der Sozial- und Integrationsindustrie. Die erdrückenden finanziellen und sozialen Probleme Dortmunds und anderer Ruhrgebietsstädte löst das kein bisschen. (fh)


