Strauß-Tochter Hohlmeier tobt – Merkel-CSU schäumt

Die CSU-Europaabgeordnete und Strauß-Tochter Monika Hohlmeier entblödete sich nicht, von »politischer Totenschändung« zu sprechen: »Eine Gemeinheit!«

Ihr Bruder Franz Georg Strauß behauptete – wie man eigentlich meinen sollte – wider besseres Wissen: »Mein Vater würde auf gar keinen Fall AfD wählen.«

Während Frau Hohlmeier rechtliche Schritte »prüfen« lässt, gab ihr Bruder zu verstehen: Klagen wolle die Familie lieber doch nicht gegen den angeblichen »Versuch der Vereinnahmung«. Die Aussage sei »wohl durch das Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt«.

Getreu dem Sprichwort »Getroffene Hunde bellen« schäumte die Merkel-Seehofer-CSU auf Facebook: Unter einem Foto von Franz Josef Strauß und dessen Aussage »Rechts von uns darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben« bog sich die bayerische CDU-Filiale dreist die These zurecht: »Darum würde Franz Josef Strauß nicht AfD wählen!« Unterschlagen wird, dass Strauß seinen berühmten Satz zu einer Zeit sagte, als es noch keine Masseneinwanderung, keine Islamisierung und vor allem auch keine Dauer-Rechtsbrüche mit Duldung und Zustimmung der Christsozialen gab.

Der »Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten«, der für die Plakatkampagne zugunsten der AfD (»Islamisierung stoppen«, »Endlich konsequent abschieben«) verantwortlich zeichnet, reagierte dementsprechend gelassen. Vorsitzender David Bendels, der auch Chefredakteur dieser Zeitung ist, erklärte an die Adresse von Frau Hohlmeier: »Eine durch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ganz eindeutig gedeckte, zulässige Meinungsäußerung in dieser unflätigen und törichten Weise zu beschimpfen, zeigt das gespannte Verhältnis von Frau Hohlmeier zu unseren Grundrechten. Ihr Vater konnte prima austeilen, aber er konnte auch sehr gut und souverän einstecken. Ihre Dünnhäutigkeit muss Frau Hohlmeier also von jemand anderem geerbt haben. Der Apfel fällt eben manchmal doch weit vom Stamm.«

Bendels betonte ausdrücklich: »Wir haben vor den postmortalen Persönlichkeitsrechten des großen Politikers FJS höchsten Respekt. Und diese deshalb auch geachtet.« Die Drohung mit »völlig aussichtslosen rechtlichen Schritten« belege nur die »fachliche Unkenntnis von Frau Hohlmeier und ihre Unfähigkeit, sich auf der Sachebene mit der Botschaft des Plakates auseinanderzusetzen.«

TEILEN