Bundeswehr-Affäre auch nach 10 Wochen ungeklärt

Diese Affäre war der große Aufreger: Die angebliche rechts-terroristische Zelle um Franco A. in der Bundeswehr.

Verteidigungsministerin von der Leyen lud verbal die schwere Artillerie, unterstellte der Bundeswehr ein »Haltungsproblem«. Kasernen wurden durchsucht, alle Hinweise auf die Wehrmacht getilgt – sogar ein Foto von Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt in Wehrmachtsuniform. Für von der Leyen war die Bundeswehr plötzlich ein Hort der Nazi-Verehrung, eine tumbe braune Truppe. Was ist von den Vorwürfen geblieben?

Nichts. Gerade wurde der letzte »Komplize« von Franco A. freigelassen; einen strafrechtlichen Vorwurf konnten die Ermittler nicht finden. Und von Franco A. hört man nichts. Nicht einmal einen Anwalt scheint er zu haben – bei einem so schweren Vorwurf äußerst seltsam!

Es gibt noch mehr Merkwürdigkeiten. Der AfD-Politiker und frühere Journalist Nicolaus Fest hat sie auf seinem Blog zusammengefasst. Franco A. war Soldat in der deutsch-französischen Brigade, also in der Brigade Franco-­Allemande.

Sein Nachname sei angeblich »Albrecht«, also wie der Mädchenname der Verteidigungsministerin.

Laut ›FAZ‹ war er mehrfacher hessischer Rudermeister, doch findet sich in den Siegerlisten kein Ruderer seines Namens. Als er eine Waffe auf dem Wiener Flughafen versteckte, ließen ihn die Behörden nach kurzer Vernehmung laufen. Bis zur vollständigen Klärung aller Vorwürfe hätte sein Name niemals bekannt gegeben werden dürfen. Und bis heute gibt es keine Stellungnahme von Franco A. oder seinem Anwalt. Sehr seltsam.

Nicht nur Franco A. schweigt. Schweigen tun auch die Medien. Keine Zeitung, kein Sender geht dem Fall nach. Dabei geht es um das politische Überleben der Verteidigungsministerin:

Sollte Frau von der Leyen den Ruf der Bundeswehr grundlos in den Dreck getreten haben, wäre das für sie der Zapfenstreich.

QUELLEBild: imago/IPON
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