Kennen Sie noch Gustav Gans? Der Enterich ist Donald Ducks Vetter. Gleichermaßen bekannt für sein unfassbares Glück wie für seinen Müßiggang: »Der Pilz des Glückes wartet fein – es können Dinge sich begeben, die ihn der Arbeit ganz entheben!«
Auch die Bundesregierung hat einen »Gustav Gans«. Es handelt sich um den Vize-Regierungssprecher Georg Streiter (62).
Sie werden es jetzt nicht glauben: Er heißt mit Spitznamen wirklich so!
In der »Bundespressekonferenz«, wo der Hauptstadt-Mainstream bloß nicht zu viel fragt und die Regierung bloß nicht zu viel antwortet, gesteht Streiter regelmäßig ein, dass er keine Ahnung hat – aber davon viel:
»Das kann ich weder bestätigen noch dementieren… Das weiß ich nicht… Ich kann gar nichts ausschließen… Selbst wenn ich es wüsste, würde ich es Ihnen nicht sagen.«
Jetzt werden Sie wissen wollen, wie so jemand zu einem Job mit rund 11.000 Euro Monatsgehalt plus Chauffeur-Service gekommen ist?
Der Pilz des Glückes wartet fein…
2011: Bei Ex-›Bild‹-Chef Diekmann klingelte das Telefon. Am anderen Ende war Ex-FDP-Wirtschaftsminister Rösler. Der suchte nach sechs Absagen noch immer einen neuen Vize-Regierungssprecher. Der damals oberste Mainstream-Chefredakteur wusste Rat, erinnerte sich an seinen alten Kumpel Georg noch aus Bonner Zeiten. Streiter war damals Korrespondent beim Kölner ›Express‹ und arbeitete (was an sich schon eine Übertreibung ist) mal im ›Bild‹-Politikressort.
Über den Mann, der seit 2013 auf dem CSU-Ticket fährt, erfahren wir auf der Homepage des Bundespresse(verhinderungs)amtes:
»Georg Streiter ist stellvertretender Sprecher der Bundesregierung. Er informiert über die Arbeit der Bundesregierung.«
Der Satz wäre glatt eine Gegendarstellung wert! (oys)



