20 Fragen an Martin Sichert

Martin Sichert
AfD-Bundestagsabgeordneter

Martin Sichert (37) ist AfD-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Nürnberg-Nord. Am 25. November 2017 wurde er zum Landesvorsitzenden der AfD Bayern gewählt.

1. Wo wären Sie gerade am liebsten?
In einem sicheren, freiheitlichen, demokratischen Deutschland, in dem die Menschen einander fair und mit Respekt behandeln und Entscheidungen mit Vernunft getroffen werden. Schlicht in einem Deutschland, wie es wäre, wenn wir als AfD all unsere Inhalte umsetzen. Deswegen setze ich mich mit aller Kraft für dieses Ziel ein.

2. Woran denken Sie bei dem Wort »Heimat«?
Daran, dass ich jeden bedauere, der nicht weiß, was dieses Wort bedeutet und nicht das damit verbundene Gefühl kennt.

3. Welcher Ort, welcher Flecken in Ihrem Wahlkreis ist für Sie der schönste?
Die Nürnberger Burg, ein Ort, der für Nürnberg steht wie kein anderer, von dem aus man die ganze Stadt im Blick hat und die zugleich für deutsche Geschichte und Werte steht. Ein Ort des Schutzes, der zahllose Generationen inspiriert hat und auf dem ich wie an wenigen anderen Orten spüren kann, dass Nürnberg meine Heimat ist.

4. Wenn Sie in eine Zeitmaschine einsteigen könnten – welche geschichtliche Epoche würden Sie erleben wollen?
Ich würde hier bleiben, denn es gibt hier sehr viel zu tun und zu gestalten. Wir leben in einer Epoche, in der unser Land an einem wichtigen Scheideweg steht. Und ich würde es bei jedem als unverantwortliche Flucht vor der Verantwortung empfinden, in eine andere Zeit zu gehen.

5. Welcher Staatsmann, welcher Politiker, welche historische Figur beeindruckt Sie am meisten?
Sophie Scholl. Sie war eine junge Frau, die sich für ihre Überzeugung gegen ein verbrecherisches Regime gestellt hat, und das im vollen Bewusstsein getan hat, dass ihr dafür der Tod droht. Davor habe ich höchsten Respekt, dass jemand bereit ist, aus Verantwortung für die Gesellschaft sein eigenes Leben zu geben.

6. Welche Werte verbinden Sie mit dem Begriff »deutsche Leitkultur«?
Freiheit, Toleranz, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Aufrichtigkeit, Zuverlässigkeit, Ehrgeiz, Fleiß, Zielstrebigkeit.

7. Welche Werte sollten wir unseren Kindern vermitteln?
Neben den gerade genannten Werten vor allem eigenständig zu denken.

8. Welche(r) Mensch(en) stehen Ihnen persönlich am nächsten?
Meine Familie.

9. Für wen oder was würden Sie alles stehen und liegen lassen?
Für die Menschen, die mir nahestehen.

10. Welche Persönlichkeit oder welches Ereignis hat Sie am stärksten geprägt?
Die Terroranschläge in den USA am 11.9.2001. Dass im Nachgang in allen westlichen Ländern dieses Ereignis missbraucht wurde, um Bürgerrechte einzuschränken, hat mich politisiert.

11. Welches Buch hat Sie am nachhaltigsten beeinflusst?
Der Koran. Nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, war mir klar, dass jeder, der dieses Buch als Leitfaden seines Lebens nimmt, eine Gefahr für eine freiheitliche und gleichberechtigte Gesellschaft ist.

12. Was ist Ihre größte Stärke, was Ihre größte Schwäche?
Vielleicht ist meine größte Stärke und zugleich auch Schwäche, dass ich der Auffassung bin, dass andere beurteilen sollten, was meine Stärken und Schwächen sind.

13. Was ist Ihre Lieblingsspeise?
Schäuferla, das typisch fränkische Gericht, an dem man die Qualität eines Kochs erkennen kann.

14. Woran glauben Sie?
Daran, dass sich langfristig immer Aufrichtigkeit, Geradlinigkeit und Vernunft durchsetzen.

15. Welche Ziele möchten Sie politisch erreichen?
Ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, unserem Land die Vernunft zurückzugeben. Ein Land, in dem die Bürger in direkter Demokratie bestimmen, in dem die Ursachen von Problemen offen angesprochen und angegangen werden. Ein wirklich freies und sicheres Land, in dem die Menschen einander mit Respekt begegnen und eine Gesellschaft, die sich machtvoll gegen alle stellt, die die freiheitlich-demokratische Grundordnung bekämpfen. Ein Land, in dem es keine Parallelgesellschaften gibt, in dem ein starker Sozialstaat alle mitnimmt und zugleich die Unternehmen prosperieren können, in dem man nicht lauter Geld in alle Herren Länder verschleudert, sondern Steuern reduziert und viel weniger Bürokratie existiert.

16. Was haben Ihnen Ihre Eltern mitgegeben?
Dass man einen Menschen nicht nach seiner Fassade beurteilt, sondern nach seinem Verhalten.

17. Was bedeutet der Tod für Sie?
Er ist das deutlichste Zeichen für uns alle, dass unser Leben endlich ist und dass wir alle uns überlegen sollten, womit wir unsere Zeit verbringen wollen. Die Zeit, die uns auf dieser Erde gegeben ist, ist kostbar. Wir sollten uns gut überlegen, wie wir diese wirklich nutzen wollen.

18. Was gibt Ihnen Halt und Hoffnung?
Familie, Freunde und alle Mitstreiter. Es ist großartig, was man bewegen kann, wenn man gemeinschaftlich an einem Strang zieht.

19. Was machen Sie in 10 Jahren?
Mich hoffentlich darüber freuen, dass es uns gemeinsam gelungen ist, viele unserer politischen Ziele umzusetzen.

20. Ihr Lieblingszitat lautet:
»In der Ruhe liegt die Kraft.«

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