Meinung der anderen

Neue Zürcher Zeitung

Niall Ferguson zählt zu den wichtigsten Historikern der Gegenwart. Er rechnet mit dem Wohlfühldenken vieler Kollegen ab und legt die Kultur an Universitäten offen: »Als Rechter bist du ein potenzieller Nazi. Kommunisten hingegen sind moralisch einwandfreie Sozialdemokraten.«

»Ich bin seit den 1980er Jahren in der Akademie unterwegs, ich habe seither an vielen Elite-Unis unterrichtet: Cambridge, Oxford, New York, Harvard. Der Stimmungswandel, der in den letzten dreissig Jahren stattgefunden hat, ist tiefgreifend. Ich muss es so direkt wie simpel sagen: Die Linken haben die Macht übernommen. Und sie, die sich in der Theorie für die Inklusion starkmachen, haben in der Praxis alle Andersdenkenden konsequent exkludiert.«

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Tichys Einblick

Durch das »Fachkräfteeinwanderungsgesetz« begeht Merkel »Systembruch im deutschen Migrationsrecht« und betreibt die weitere Aufweichung ihrer Migrationspolitik zulasten des bestehenden Asylrechts.

»Mit diesen Regelungen haben sich innerhalb der Koalition diejenigen Kräfte durchgesetzt, die seitens der SPD wie auch der Union unter der Devise ›Aufenthaltsrecht für alle Asylbewerber durch Arbeit‹ mit Unterstützung weiter Teile der Wirtschaft und der Gewerkschaften einen Verzicht auf die Rückführung abgelehnter Asylbewerber fordern, sofern diese in Ausbildung oder Arbeit gekommen sind. Der Vorsitzende der deutschen Verwaltungsrichter, Robert Seegmüller, hat dies in der ›Welt‹ vom 18. März treffend als einen Systembruch im deutschen Migrationsrecht bezeichnet.«

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ScienceFile

Nicht nur im Fall von Hessens erfolglosem SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel, der jetzt in die »Entwicklungshilfe« wechselt, ist die Parteibuch-Vetternwirtschaft erkennbar. Sie ist längst eine deutsche Normalität.

»Man hat sich in Deutschland an die Korruption, die politische Korruption gewöhnt. Pöstchen werden nach Parteibuch verteilt, Milliardenbeträge aus Steuergeldern an die politischen Vereine der Parteien überwiesen, die ganze Schicht derer, die nichts gelernt haben, außer sich in der politischen Arena zu verkaufen, sie lebt gut, vom Geld derer, die so produktiv sind, dass sie über ihre Steuern ein Heer von Kostgängern mitfinanzieren können. Das diese Form der politischen Korruption in Deutschland so zur Normalität werden konnte, hat angebbare Gründe.«

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