32.500 Euro Monatssalär futsch

CSU-Weber reagiert stinksauer

»Es gab mächtige Kräfte, die das Wahlergebnis nicht akzeptieren wollten«: Der gescheiterte EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber (CSU) lässt seiner Enttäuschung freien Lauf

32.500 Euro schon sicher geglaubte Monatseinkünfte sind ihm durch die Lappen gegangen – und die fette Pension dazu. Jetzt haut der EVP-Spitzenkandidat bei der EU-Wahl, Manfred Weber (CSU), auf den Tisch!

Der Riesenstaatsmann aus dem niederbayerischen Niederhatzkofen macht Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und den ungarischen Regierungschef Viktor Orbán dafür verantwortlich, dass er nicht als Nachfolger von Noch-Kommissionschef Jean-Claude Juncker nominiert wurde. »Es gab Hinterzimmer-Gespräche und Nachtsitzungen, bei denen sich die Achse Macron und Orbán durchgesetzt und das Spitzenkandidatenprinzip demontiert hat«, beklagte Weber in der ›Bild‹-Zeitung. »Es gab mächtige Kräfte, die das Wahlergebnis nicht akzeptieren wollten.«

Der krachend gescheiterte EVP-Kandidat vergaß zu erwähnen: Macron hatte schon vor der Wahl klargemacht, dass er Weber wegen Inkompetenz und fehlender Regierungserfahrung für nicht geeignet hält. Orbán versagte dem CSU-Politiker die Unterstützung im Wahlkampf, nachdem der Riesenstaatsmann aus Niederhatzkofen getönt hatte, er sei auf die Stimmen Ungarns nicht angewiesen.

»Das ist nicht das Europa, das ich mir vorstelle«, weinte sich Weber in der ›Bild‹ aus. Nur weil er nix geworden ist, stehe Europa vor einem »Scherbenhaufen«. Hatte Macron im EU-Wahlkampf Orbán nicht sogar angegriffen? »Und plötzlich arbeiten sie zusammen und beschädigen das demokratische Europa«, wundert sich »der Mamfred«, wie sie ihn »dahoam« in Niederhatzkofen nennen.

Dann wird Weber in der ›Bild‹ grundsätzlich: Marcons Argument, er, Weber, habe keine Regierungserfahrung, sei absurd. Jetzt werde er aber trotzdem Ursula von der Leyen (CDU) unterstützen, versicherte der EVP-Fraktionschef. Weber sieht allerdings einen »steinigen Weg« für eine Mehrheit im EU-Parlament. (lol)

Drucken