38 illegale Migranten von libyscher Küstenwache aufgegriffen

»Wir hofften auf eine Abholung durch die NGOs«

Die Ras Ljder nimmt 38 illegale Migranten auf

Weitere Hinweise für die Zusammenarbeit zwischen »Seenotrettern« und Schleppern: Der ›Corriere della Serra‹ war am 24. Juli 2019 dabei, als ein Schiff der libyschen Küstenwache ein Gummiboot mit 38 illegalen Migranten an Bord in Gewahrsam nahm.

Das Schiff »Ras Ljder« der libyschen Küstenwache ist eins von bisher 3 Booten, die von Italien gestiftet wurden. Der Reporter Lorenzo Cremonesi der italienischen Zeitung Corriere della Sera begleitete diese Woche die Küstenwache, als sie etwa 15 Meilen vor der libyschen Küste ein Gummiboot mit 38 afrikanischen Migranten an Bord abfing.

Auf dem Video klar zu erkennen: Die Migranten sind nicht ungewollt »in Seenot«, sondern befinden sich bei klarem Wetter und ruhiger See auf einem völlig hochseeuntauglichen Gummiboot. Das nahm auch der Pilot des Gefährts Mohammad Kondù, ein zwanzigjähriger Mann aus der Elfenbeinküste, zur Kenntnis: »Ich wusste genau, dass wir nicht genug Benzin hatten, um Italien oder Malta zu erreichen. Wir hofften stattdessen auf eine Abholung durch die NGOs.« Es habe zwar keinen direkten Kontakt zu den NGOs gegeben, aber auf dem Boot befand sich ein junger ägyptischer Mann, der den Migranten sagte, dass europäische humanitäre Boote vor der Küste auf sie warteten.

In dem Gebiet gebe es aktuell keine Schiffe humanitärer Organisationen, so der libysche Kommandeur Mustafà Abu Zeid zum ›Corriere‹. Die »Ocean Viking« der Berliner NGO »SOS Méditerranée« sei über 100 Meilen von ihnen entfernt. »Aber sie wissen, dass sie kommen, und dies erhöht die Reisetätigkeit der Migranten.«

»Sea-Watch« und »SOS Méditerranée« werden von der Soros-nahen NGO »Borderline Europe« aus Berlin-Kreuzberg unterstützt, u. a. mit dem Geld der europäischen Steuerzahler. »Borderline Europe« betreibt aus derselben Kreuzberger Adresse im »Kulturzentrum Mehringhof« die Website »Alarmphone/Watch the Med«, mit der illegale Migranten eine Abholung durch Schlepper-NGOs anfordern können.

Abu Zeid sagte Cremonesi, er habe oft Kontakt zu den NGOs gehabt, »aber sie interessieren sich nicht für uns. Sie sind in dieser Situation eine Gefahr«. Die Verbindungen zwischen den NGOs und den Schleppern seien eindeutig, so Abu Zeid: »Ich habe oft auf ›Facebook‹ und ›Twitter‹ gesehen, wie sie in Kontakt sind.«

Die »Flüchtlinge« befinden sich auf einem völlig hochseeuntauglichen Gummiboot

Die NGOs bestreiten immer wieder den sogenannten »Pull-Faktor«, nach dem die Anwesenheit der »Seenotretter« die Migranten erst dazu verleitet, in See zu stechen. Aber die Zahlen des Flüchtlingshochkommissariats UNHCR sprechen eine andere Sprache: Im Jahre 2018 hat Matteo Salvini begonnen, seine restriktive Grenzpolitik durchzusetzen. Seither ist die Zahl der Todesopfer von 384 (erste Jahreshälfte 2018) auf 128 (im Vergleichszeitraum 2019) zurückgegangen.

Waren es im Jahr 2016 noch 181.436 Personen, die auf der Mittelmeerroute in Italien und Malta ankamen, so sank diese Zahl im Jahr 2018 auf nur noch 23.370 Menschen. In der ersten Jahreshälfte 2019 waren es nur mehr 2.779, so der UNHCR.

Als Australien die Kampagne »No Way – You Will Not Make Australia Your Home« ins Leben rief, gingen die Todesopfer von 421 im Jahr 2012 auf 240 im Jahr 2013 und 1 im Jahr 2018 zurück.

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