447 Euro

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will die Renten von bis zu vier Millionen Geringverdienern mit einem steuerfinanzierten Aufschlag spürbar steigern. Der Aufschlag solle maximal 447 Euro pro Monat betragen, sagte Heil der ›Bild am Sonntag‹. Anspruch auf diesen Höchstbetrag sollen Menschen haben, die ihr Leben lang auf Mindestlohnbasis gearbeitet hätten. Heil räumte ein, dass seine Pläne einen finanziellen Kraftakt bedeuten würden – dies sei aber »aus Respekt vor der Lebensleistung« arbeitender Menschen erforderlich.

Als Beispiel nannte Heil eine Friseurin, die 40 Jahre lang auf Mindestlohnbasis gearbeitet hat. Dafür könne sie derzeit mit einer Rente von nur 514 Euro rechnen. »Das finde ich respektlos und unwürdig«, sagte Heil der Zeitung. Durch sein Modell der Grundrente könnte die Friseurin künftig mit 961 Euro Rente im Monat rechnen.

Bedingung sind 35 Beitragsjahre

»Ich will, dass ihre Leistung höher bewertet wird«, sagte der Minister. »Jemand, der jahrzehntelang hart gearbeitet hat, hat das Recht, deutlich mehr zu bekommen als jemand, der nicht gearbeitet hat.«

Einzige Bedingung für die Grundrente sind laut Heil 35 Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung. Dabei würden auch Kindererziehungs- und Pflegezeiten angerechnet ebenso Beschäftigungsjahre in Teilzeit. Die Grundrente solle nicht nur für Neu-Rentner gelten, sondern auch für bisherige Rentner.

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