Achtung, die Klimadebatte soll nur ablenken!

Die spitze Feder aus Sachsen

Johannes Schüller

Mit viel Emotionalität diskutiert Deutschland über vermeintlich höchst bedenkliche SUVs und die Ideen fanatisierter »Klimaschützer«. Derweil rollt über die Türkei eine ganz andere Gefahr auf uns zu, von der die Mainstream-Medien mit verzerrten Ökodebatten dreist ablenken! Denn am türkisch-syrischen Grenzübergang Bab al-Hawa kam es laut vereinzelten Berichten kleinerer Medien bereits mehrfach zu ernsthaften Zusammenstößen zwischen »Flüchtlingen« und türkischen Soldaten. Der brisante Hintergrund: Im Nordwesten Syriens setzt die Assad-Regierung im Bündnis mit Russland ihre Offensive gegen die sogenannten »Rebellen« fort. Rund drei Millionen Menschen leben gemäß Schätzungen in der betroffenen Region rund um die Stadt Idlib.

Strömen erneut Islamisten in die EU?

»Sie kommen nach Norden. Sie kommen in unsere Richtung«, warnte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan jüngst in einer Rede in Ankara. Es kann dabei nicht ausgeschlossen werden, dass sich unter den Migranten aus Syrien erneut sehr viele Islamisten befinden, die nun vor der drohenden syrischen Justiz fliehen. Den Druck auf die türkischen Grenzen nutzte Erdogan indes auch, um – trotz der üppig mit deutschem Steuergeld gestützten Milliardenzahlungen – erneut Druck auf die EU auszuüben. Rund 3,6 Millionen echte und vermeintliche Flüchtlinge hat die Türkei bereits aufgenommen. Im Land wendet sich jedoch der Zorn gegen viele Syrer. Dass Erdoğan nun die Pforten nach Europa langsam öffnen könnte, gilt als durchaus denkbar. Bereits seit mehreren Wochen registriert die griechische Küstenwache eine erneute Zunahme der über die Ägäis illegal einreisenden Migranten. Das berücksichtigte Asylcamp Moria auf Lesbos platzt förmlich aus allen Nähten – statt der vorgesehenen 3.000 leben dort inzwischen rund 10.000 Menschen! Völlig frustriert hat der Leiter von Moria nun seinen Posten abgegeben.

Merkel öffnet die Asylschleusen

Doch, nein, Deutschland unterstützt nicht den Friedensprozess in Syrien auf der Seite der legitimen syrischen Regierung. Auch die in Deutschland lebenden Asyl-Syrer werden nicht zum Wiederaufbau in die befriedeten Provinzen geschickt. Stattdessen öffnet die Regierung Merkel erneut Tür und Tor für die illegale Einwanderung über das Mittelmeer, indem sie Italien die Aufnahme jedes vierten zukünftigen »Flüchtlings« zusagt! Die Befürchtungen von Experten, dass es eine erneute Asylspringflut auf dem Niveau von 2015 geben könnte, sind keineswegs völlig unbegründet. Umso verräterischer erscheint es vor diesem Hintergrund, dass nun ein tragischer Unfall von Politik und Medien für eine absurde Megadebatte über Klimaschutz und SUVs missbraucht wird!

Johannes Schüller

ist Journalist und Publizist.

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