Eine Zumutung für Deutschland: Merkels Neujahrsansprache

Realitätsverlust

Hoffentlich war das Angela Merkels letzte Neujahrsansprache. Was für ein Hohn: Wegen ihrer Euro- und Asyl-Politik sind Deutschland und Europa tief gespalten, trauen sich Frauen an Silvester kaum noch alleine auf die Straße, müssen Polizisten und Feuerwehrleute Überstunden schieben, um wild gewordene Merkel-Gäste in Schach zu halten.

Aber die Immer-noch-Kanzlerin drischt weiter hohle Phrasen, als wäre nichts passiert, faselt von »Zusammenhalt« und bedankt sich scheinheilig bei den Einsatzkräften, die auch ihretwegen den Jahreswechsel im Quasi-Bürgerkrieg verbringen müssen statt zu Hause bei ihren Familien.

So viel abgehobenen Realitätsverlust gab es zuletzt wohl nur im Wandlitzer SED-Bonzen-Ghetto kurz vor dem Ende der »DDR«.

Merkel und ihre Entourage wollen immer noch nicht wahrhaben, dass die Kanzlerin des »Willkommens«-Putsches, des Energiewende-Desasters und des Euro-»Rettungs«-Harakiri vor drei Monaten krachend abgewählt worden ist.

Fast jeder zweite Deutsche – 46 Prozent – will, dass Angela Merkel das Kanzleramt sofort verlässt, hat das Umfrageinstitut Civey kurz vor Jahreswechsel ermittelt. Für weitere 17 Prozent ist spätestens dann Schluss, wenn die neue »GroKo«Verliererkoalition scheitert. Nur ein Zehntel der Deutschen möchte, dass in Berlin unbegrenzt weitergemerkelt wird.

Hört im Konrad-Adenauer-Haus keiner die Signale? In der CDU-Zentrale werfen Merkels Paladine gerade die letzten Reste von Vernunft über Bord, um ihrer Chefin eine vierte Amtszeit von Gnaden der SPD zu ermöglichen. Wenn Merkel gehen muss, ist auch ihre Karriere vorbei. Was zählt da schon, wenn das Land und seine Bürger noch gnadenloser ruiniert werden.

Die Sozis wollen Familiennachzug ohne Limit, der die Sozialsysteme sprengt? Merkels Vize, der NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, will der SPD »entgegenkommen«, und die Seehofer-CSU bastelt schon an einem faulen Kompromiss für »Härtefälle«. Kanzleramtsminister Peter Altmaier bietet derweil den Sozialdemokraten an, bei allen ihren teuren »sozialen« Projekten mitzumachen.

Mit dummdreisten Durchhalteparolen fahren die Merkel-Getreuen auch die eigene Partei in den Graben. Ausgerechnet eine Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung hat jetzt festgestellt: Die Unions-Mitglieder sehen ihre Partei »deutlich links« von der Basis. Und das war, bevor die Kanzlerin die Asyl-Schleusen geöffnet hat.

Die Bürger haben die Nase voll von Merkels linker Politik. Deswegen haben sie die Union abgestraft und die AfD als drittstärkste Kraft in den Bundestag gewählt. Die Botschaft ist einfach:

Merkel muss weg.

Aber die CDU-Bonzen hatten schon immer eine etwas längere Leitung.

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