Ärmelkanal-Invasion:

London erwägt Einsatz der »Royal Navy«

Notfalls mit Kriegsschiffen will London die Migranten-Invasion über den Ärmelkanal stoppen (im Bild das Landungsschiff HMS Albion)

Die britische Regierung will verstärkt gegen illegale Migration über den Ärmelkanal vorgehen und erwägt dabei auch einen Einsatz ihrer Seestreitkräfte. Innenministerin Priti Patel sagte: »Die Zahl der illegalen Überfahrten mit kleinen Booten ist erschreckend. Wir arbeiten daran, diesen Weg unrentabel zu machen und die Kriminellen zu verhaften, die diese Überfahrten erleichtern.«

In den vergangenen Tagen hatten immer mehr Migranten wegen des guten Wetters und der ruhigen See die Überquerung der Meeresstraße zwischen Nordfrankreich und Großbritannien gewagt. Seit Anfang des Jahres haben die französischen Behörden nach eigenen Angaben mehr als 800 sogenannte Flüchtlinge im Ärmelkanal aufgegriffen. Laut der britischen Nachrichtenagentur PA gelang bislang mehr als 4.100 Invasoren die Überfahrt.

Die Briten fordern, dass Frankreich seine Seegrenze besser schützt. Die Franzosen verlangen für Patrouillen, die den Migrantenstrom über den Ärmelkanal eindämmen sollen, aber 30 Millionen Pfund.

Innenministerin Patel soll jetzt einen Einsatz der britischen Marine (»Royal Navy«) in Erwägung ziehen, berichtete der ›Sunday Telegraph‹. Demnach ist geplant, dass britische Marine- und Grenzschutzschiffe die Migranten nach Nordfrankreich zurückbringen.

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