AfD-Chef Meuthen kündigt »grandiose Fraktion« mit der FPÖ an

AfD-Spitzenkandidat Jörg Meuthen bekräftigte, trotz des Skandals um den zurückgetretenen FPÖ-Chef Strache zur österreichischen Schwesterpartei FPÖ zu stehen.

»Die FPÖ ist unsere Schwesterpartei in Österreich. Sie ist es und sie wird es bleiben, ungeachtet dieser Geschichte«, erklärte AfD-Chef Jörg Meuthen am Donnerstag erneut in Bezug auf die sogenannte »Ibiza-Affäre«. Dass Heinz-Christian Strache ohne Zögern zurückgetreten sei und »klar Schiff« gemacht habe, verdiene »Achtung und Respekt«, so Meuthen weiter.

Unter Verweis auf die programmatischen Gemeinsamkeiten der beiden Parteien sehe er auch keinen Anlass, auf Distanz zur FPÖ zu gehen. »Warum in alles in der Welt sollten wir uns jetzt von der FPÖ distanzieren? Ich verweigere mich dieser Distanzierung kategorisch«, so der AfD-Spitzenkandidat für die EU-Wahl. Die zerbrochene Regierung aus ÖVP und FPÖ sei die »anerkannteste Regierung« gewesen, die Österreich seit Jahrzehnten gehabt habe. Vor dem »Ibiza«-Skandal erreichte die türkis-blaue Koalition Zustimmungswerte von 56 Prozent.

Bereits kurz nach Bekanntwerden der Videoaffäre bekundete Meuthen, dass er keinen Anlass sehe, sich von der FPÖ zu distanzieren. Die FPÖ sei ein enger Partner und er werde der Partei nun nicht aufgrund einer singulären Angelegenheit in den Rücken fallen.

In Hinblick auf die Europawahl am Sonntag kündigte Meuthen »ein grandioses Ergebnis« für die AfD an. Danach werde man »eine grandiose Fraktion im Europaparlament gründen, und der wird die FPÖ angehören, und zwar mit Gewissheit«.

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