AfD in Brandenburg stärkste Kraft

Der brandenburgische AfD-Landesvorsitzende Andreas Kalbitz hat Grund zur Freude: Seine Partei liegt derzeit bei Umfragen zur Landtagswahl vorne

Bei den Landtagswahlen in Brandenburg könnte die AfD laut einer Erhebung stärkste Kraft werden. Die regierende SPD rutscht auf 18 Prozent. Die Grünen legen zu.

Zweieinhalb Monate vor der Landtagswahl in Brandenburg ist die AfD dort laut einer Umfrage des ›RBB‹ erstmals stärkste Kraft. Demnach kommt die Partei auf einen Stimmenanteil von 21 Prozent. Die seit 29 Jahren regierende SPD verliert weiter an Zustimmung: Sie rutscht erstmals unter die 20-Prozent-Marke auf 18 Prozent. Auch die CDU muss Verluste hinnehmen und kommt auf 17 Prozent. Gleichauf mit der CDU sind die Grünen. Auch die Linke, die seit 2009 mit der SPD regiert, sackt ab – auf 14 Prozent. Die FDP könnte an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Rot-Rot hätte damit keine eigene Mehrheit mehr. Möglich wäre ein Bündnis aus SPD, CDU und Grünen. Rot-Rot-Grün hätte mit 49 Prozent aber noch Chancen, ebenso ein Bündnis ohne SPD aus CDU, Grünen und Linken.

Laut der in der vergangenen Woche unter 1.000 Wahlberechtigten durchgeführten Umfrage hat die rot-rote Landesregierung an Zustimmung verloren. Ihre Arbeit stößt auf ein geteiltes Echo. Nur noch 48 Prozent (minus 3 Prozentpunkte) zeigen sich zufrieden, 49 (plus 2) Prozent sind unzufrieden.

Bei den wichtigsten Problemen lagen Infrastruktur und Verkehr laut Befragung vorne. An zweiter Stelle rangierten Bildungsthemen wie Schule und Ausbildung. Um sieben Prozentpunkte im Vergleich zur Erhebung im April legten die Themen Umweltschutz und Klimawandel zu: 19 Prozent der Befragten halten es für ein dringendes Problem.

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