Ein neuer Akteur auf dem Feld der politischen Bildung in Deutschland: Die Desiderius-Erasmus-Stiftung

»Was lange währt, wird endlich gut«, kommentierten viele in der AfD den gemeinsamen Vorschlag der Desiderius-Erasmus-Stiftung und der Gustav-Stresemann-Stiftung erleichtert.

Die Desiderius-Erasmus-Stiftung soll nach dem Willen des AfD-Bundesvorstandes als parteinahe politische Stiftung anerkannt werden. Wenn seitens der Gustav-Stresemann-Stiftung die juristisch unangreifbare Nutzung des Namens gesichert ist, wird die Desiderius-Erasmus-Stiftung sich in Gustav-Stresemann-Stiftung umbenennen. Beide Stiftungen werden vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Darüber werden nunmehr der Parteikonvent und der Parteitag der Partei abschließend zu entscheiden haben.

Zwei sehr wichtige Botschaften sind im Einigungspapier festgehalten:

1. Beide Stiftungen sind sich einig, dass die Arbeit der als parteinah anerkannten politischen Stiftung der AfD für alle Bereiche der Stiftung aus patriotisch, freiheitlich konservativem Geiste dem Wohle des deutschen Volkes zu dienen hat und auf der Grundlage deutscher Leitkultur erfolgt.

2. Sollte es der AfD gelingen, dass alle anderen Fraktionen des Deutschen Bundestages bereit sind, auf Bundesmittel für ihre parteinahen Stiftungen zu verzichten, so wird die Arbeit der Desiderius-Erasmus-Stiftung im Rahmen des Spendenaufkommens, so wie bereits derzeit, weitergeführt.

Mit dieser Einigung auf einen Weg des Miteinanders gehört ein wesentlicher Streitpunkt der Vergangenheit an.

Für alle Abergläubischen: Freitag, der 13. April, der Tag der Einigung, war ein guter Tag!


Erika Steinbach

war von 1990 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages. Die frühere Präsidentin des Bundes der Vertriebenen trat 2017 nach über 40-jähriger Mitgliedschaft aus Protest gegen Merkels Masseneinwanderungspolitik aus der CDU aus.

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