AfD-Parteitag am Samstag in Braunschweig:

Petr Bystron kandidiert für den Bundesvorstand der AfD

Der frühere Landesvorsitzende der AfD Bayern, Petr Bystron, kandidiert als Beisitzer im Bundesvorstand der AfD

Der frühere bayerische Landesvorsitzende Petr Bystron (46) gab heute seine Kandidatur als Beisitzer im Bundesvorstand der AfD bekannt. Der Bundestagsabgeordnete ist einer der bekanntesten AfD-Politiker. In den Jahren 2015 bis 2017 war er AfD-Vorsitzender in Bayern. Dabei führte er den Landesverband nach dem Weggang eines Drittels der Mitglieder im Jahr 2015 aus der Krise. Unter seiner Führung erreichte Bayern das beste Ergebnis aller westlichen Bundesländern bei der Bundestagswahl 2017.

Für seine Arbeit im Bundesvorstand hat Bystron drei Schwerpunkte:

►  Er möchte das Erscheinungsbild seiner Partei verbessern. Laut Bystron sei die AfD eine großartige und zutiefst bürgerliche Partei, die von mutigen und engagierten Mitgliedern getragen wird, aber eben auch ein fürchterliches Image hat. Daran will er arbeiten.

►  Die unzähligen Attacken auf Mitglieder, Familienangehörige und Sympathisanten der AfD will Bystron bekämpfen. Es könne nicht sein, dass AfDler auf offener Straße verprügelt werden, deren Häuser verschmiert und deren Autos angezündet werden. Alle Übergriffe sollen erfasst und publik gemacht werden.

Der Gesellschaft muss, so Bystron, endlich begreifen, dass sie ein massives Problem mit dem Linksextremismus hat.

►  Die außerparlamentarische Opposition und die freie Medien sollen in Zukunft besser unterstützt werden. Bystron will sich darum kümmern, dass die AfD die aus der Parteienfinanzierung zustehenden Gelder auch in Gänze nutzt. Es sei ein Unding, dass die Alternative für Deutschland mehrere Millionen Euro nicht abruft, während viele AfD-Unterstützer ums Überleben kämpfen.

Bystron gehört zu den Gründungsmitgliedern der AfD. Zwischen 2013 und 2015 leitete er den Landesfachausschuss Europa- und Außenpolitik, zwischen 2015 und 2017 den Landesverband Bayern. Er führte den Verband innerhalb von zwei Jahren aus einem Umfragetief von 3,5 Prozent zum erfolgreichsten westlichen Landesverband mit 12,7 Prozent bei der Bundestagswahl.

Dabei zog er massive Angriffe sowohl der CSU wie auch des linken politischen Spektrums auf sich. Mitten im Bundestagswahlkampf wurde von dem CSU-geführten Innenministerium widerrechtlich öffentlich verkündet, er würde vom VfS beobachtet. Es folgte eine Hausdurchsuchung, die gerichtlich ebenso für illegal erklärt wurde.

Von der »Antifa« wurde er mehrfach tätlich angegriffen, sein Haus und Auto beschädigt.

Nach dem Einzug in den Bundestag zog sich Bystron aus allen Parteiämtern zurück und konzentrierte sich auf seine Arbeit im Bundestag.

Die AfD wählt an diesem Wochenende auf ihrem Bundesparteitag in Braunschweig eine neue Vorstandschaft.

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