AfD-Politiker mit Migrationshintergrund gründen Verein

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Anton Friesen, einer der Initiatoren des Vereins »Die Neudeutschen«

Mehrere AfD-Politiker mit Migrationshintergrund wollen einen Verein mit dem Namen »Die Neudeutschen« gründen. Er setzt sich das Ziel, »patriotisch gesinnte Bürger mit Migrationshintergrund« für die AfD zu werben.

Ziel sei es, »patriotisch gesinnte Bürger mit Migrationshintergrund« für die AfD zu werben, so einer der Initiatoren, der Bundestagsabgeordnete Dr. Anton Friesen, gegenüber der FAZ. Es gehe auch darum, deutlich zu machen, dass die AfD, wie von politischen Gegnern unterstellt, keine Partei der Ausländerfeinde sei. Der Verein soll dem Bericht zufolge am Samstag in Frankfurt/Main gegründet werden.

In einem »Neudeutschen Manifest« werben die Initiatoren für die Bewahrung der »abendländischen Zivilisation« und der deutschen Sprache. Zu den Forderungen der Gruppe gehöre die »Vermittlung einer positiven Identifikation mit der deutschen Kultur und Geschichte im gesamten Bildungswesen«, die »Erziehung zum Patriotismus von Anfang an« und eine »umfassende Deislamisierung Deutschlands« und ein »hartes Vorgehen gegen jeglichen Antisemitismus«, so die ›FAZ‹.

Das Manifest unterzeichnet haben neben Friesen der AfD-Abgeordnete in der Bremer Bürgerschaft Alexander Tassis, der einen griechischen Vater hat, sowie die Mitinitiatorin, die Deutsch-Iranerin Laleh Hadjimohamadvali aus Saarbrücken. Unterstützt wird die Gründung der »Neudeutschen« auch von Adrian Ochmanski aus Nordrhein-Westfalen und von Emanuel Bernhard Krauskopf, der die Vereinigung »Juden in der AfD« initiierte.

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