Aggressivität nimmt zu

Bademeister schlagen Alarm!

Unbeschwertes Baden adé! Immer mehr Rowdys (sogenannte »junge Männer«) machen den Badegästen das Leben zur Hölle

Deutschlands Bademeister schlagen Alarm: Die Stimmung in den öffentlichen Freibädern ist am Siedepunkt!

Den bislang spektakulärsten Zwischenfall gab es am Samstag in Düsseldorf. Im »Rheinbad« der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt kam es zu einer Massenschlägerei. Die Polizei rückte mit Dutzenden Beamten an. Ihnen bot sich folgendes Bild:

Ein Vater steht schützend vor seiner Familie, umgeben von Hunderten laut Polizei »junger Männer«, die ihn anschreien. Der Grund: Der Vater war nicht damit einverstanden, dass die mutmaßlich Migranten-Rowdys über Decken und Badegäste sprangen.

Als sich der Familienvater ihnen entgegenstellte, schlugen sich viele weitere »junge Männer« (Polizeiangaben) auf die Seite der Unruhestifter. Über die ethnische Herkunft machte die Polizei bezeichnenderweise keine Angaben.

Die Beamten forderten Verstärkung an, Getränkekartons flogen in Richtung der Einsatzkräfte. Diese waren schließlich gezwungen, Pfefferspray einzusetzen. Die (deutsche) Familie wurde unter Polizeischutz aus dem Bad begleitet. Der Betreiber schloss das ganze Bad vorzeitig. Ein renitenter »Badegast« nicht genannter Nationalität wurde in Gewahrsam genommen.

Die Ereignisse in Düsseldorf waren der spektakuläre Höhepunkt von mehreren Freibadvorfällen in der vergangenen Woche. In einem Bad in Essen attackierte eine Gruppe wiederum »junger Männer« zwei Bademeister und ein junges Mädchen. Die Stadt verdoppelte daraufhin die Zahl der Sicherheitsleute in dem Bad. Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU) zeigte sich (was auch sonst) »empört«.

In Hessen kam es vor einem überfüllten Badesee zu Ausschreitungen. Wegen starken Andrangs war der Einlass vorübergehend geschlossen worden. Daraufhin versuchten nach Polizeiangaben etwa 200 »Leute«, gewaltsam auf das Gelände vorzudringen. Unter dem Gejohle der nicht näher bezeichneten Menge flogen Steine.

In einem Freibad in Mannheim versprühte »ein Mann« bei einem Familienstreit Pfefferspray. Fünf Menschen, darunter zwei Kinder, erlitten leichte Verletzungen.

»Ey Alter, was willste«

Der »Bundesverband Deutscher Schwimmmeister« beklagt eine zunehmende Aggressivität in Freibädern. »Ich bin jetzt 45 Jahre im Job«, sagt Verbandspräsident Peter Harzheim. »Man hat sicherlich einiges erlebt, aber was sich in den letzten 40 Jahren getan hat, ist doch erschreckend. Das Wort ›Respekt‹ hatte früher eine ganz andere Bedeutung als heute.« In den vergangenen 10 bis 20 Jahren habe sich das gründlich geändert.

Jetzt bekomme man Sprüche zu hören wie »Ey Alter, was willste?«. Eltern lebten ihren Kindern häufig vor, dass sie sich nichts gefallen lassen müssten. Dazu kämen »kulturelle Unterschiede«, etwa im Umgang mit Frauen.

Christian Ochsenbauer von der »Deutschen Gesellschaft für das Badewesen« bestätigt die Darstellung:

Das Thema Aggressivität schlage derzeit hohe Wellen, sagt der Verbandsgeschäftsführer. »Ich kann den Verband Deutscher Schwimmmeister nur darin unterstützen, dass härter durchgegriffen werden muss.«

Zwar seien Bäder immerhin noch geschützte Räume mit Aufsicht, doch fühle sich das Badepersonal ein Stück weit im Stich gelassen. Im Falle eines Hausverbots gingen die Störer einfach ins nächste Schwimmbad. Ochsenbauer: »Die Gesellschaft ist hier auf breiter Front gefordert – wir sind nur ein Teilbereich des Ganzen.«

Schwimmmeister-Präsident Harzheim findet die ganze Entwicklung traurig: »Ein Bad ist doch ein Ort der Erholung, der Wellness, des Kennenlernens, der Kommunikation.« Da sollte man sich eigentlich locker machen können.

Die Vorfälle bestätigen eindrucksvoll, was der Deutschland Kurier bereits vor einer Woche berichtete. (lol)

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