Alle reden vom »Klima«. Aber kaum einer geht für Fische und Schildkröten auf die Straße:

Afrikaner verseuchen die Meere mit Plastik!

Wenn es die Klimahysterie nicht gäbe, müsste man sie erfinden: Mit ihr lässt sich nicht nur genial von der Masseneinwanderung ablenken, sondern auch vom nachweislich menschengemachten Umweltproblem Nr. 1.

Meeresschildkröte inmitten von Plastikmüll an der Atlantikküste: Die Verschmutzung der Meere ist das größte Umweltproblem unserer Zeit

 

Müllküste statt Goldküste: An den Atlantikstränden Westafrikas »glänzt« vor allem eines – Plastik.

Es ist die wohl größte Müllhalde der Welt. Statt Fische ziehen die Fischer mit ihren Schleppnetzen immer mehr Kunststoff in allen Varianten aus dem Meer: Plastikflaschen, Einwegverpackungen, Tüten, Tuben.

Im Inneren des afrikanischen Kontinents sieht es nicht besser aus: In Ugandas Hauptstadt Kampala strömt Plastikmüll wie auf einem Förderband in zahlreichen Bächen und Flüssen in das weltweit größte Binnengewässer, den Victoriasee. Europas Ohrstäbchen-Verbot wirkt dagegen geradezu lächerlich.

Plastikmüll am Strand von Dakar, Senegal: Die afrikanische Westküste ist mittlerweile die wohl größte Müllhalde der Welt

Jedes Jahr landen schätzungsweise acht Millionen Tonnen Plastikmüll in unseren Meeren. Das ist ungefähr so viel, als würde jede Minute ein Müllkipper eine Ladung Plastik in irgendeinen Ozean kippen, errechnete die gemeinnützige US-Umweltorganisation »Ocean Conservancy«. Sie warnt: Schon in drei Jahrzehnten könnten mehr Plastikteile in den Weltmeeren schwimmen als Fische.

Symbolpolitik aus Brüssel

Die EU-Kommission will nun Plastikgegenstände verbieten, die man nur einmal benutzt: etwa Plastik-Geschirr, Plastik-Besteck, Trinkhalme oder Wattestäbchen. Doch das ist reine Symbolpolitik. Denn: Der Großteil des Plastiks in den Weltmeeren stammt nicht aus Europa oder gar aus Deutschland.

Hierzulande ist die Recyclingquote mit 40 Prozent zwar längst nicht so gut, wie vielfach angenommen wird. Aber die Hauptproduzenten von Plastikmüll sind afrikanische Länder und – allerdings zunehmend weniger – asiatische Staaten.

Tödliche Gefahr für unzählige Tiere: Ein Fisch hat sich in einem Stück Plastikröhre verfangen

Wissenschaftler haben bereits Ende 2017 in einer Studie festgestellt: Die Mehrheit des Plastikmülls wird über Flüsse in die Ozeane gespült. Deutsche Forscher des Helmholtz Zentrums nahmen zehn Flüsse unter die Lupe, die besonders viel Plastik transportieren.

Afrikas Flüsse sind wie Förderbänder

Alle Flüsse liegen in Asien und Afrika. Während aber vor allem China und Vietnam die Dimension des Problems erkannt haben, regiert in Afrika weiterhin das Prinzip: nach uns die Sintflut!

Nicht nur der weltweit längste Fluss, der afrikanische Nil, sondern auch andere Flüsse wie der Niger, spülen Unmengen an Plastikmüll ins Mittelmeer und in den Atlantik.

Das Plastikproblem des Nils beginnt bereits in seinen Quellgebieten am Victoriasee. Im weltweit größten Binnengewässer im Herzen Afrikas schwimmen regelrechte Inseln von Plastikflaschen. Plastiktüten verfangen sich in den Sumpfgräsern entlang des Ufers. Die Sümpfe sind eigentlich die natürliche Kläranlage des Sees. Sie sind längst zu einer gigantischen Müllhalde verkommen.

Das Hauptproblem: In Afrika gibt es nur in wenigen Ländern überhaupt Müllentsorgungssysteme. In Ugandas Hauptstadt Kampala, direkt am Ufer des Victoriasees gelegen, existieren gerade einmal drei private und öffentliche Müllfirmen. Mülltrennung? Fehlanzeige!

Von der Glas- bzw. Plastikflasche über Zeitungspapier und Batterien bis hin zur Bananenschale – alles landet auf derselben Müllkippe. Dort wird der Müll von Hand sortiert. Plastikflaschen verkauften die Müllsammler bislang an Chinesen. Doch China hat den Import von Müll inzwischen strengstens verboten.

Also bleibt das Plastik in Afrika – und landet in den Flüssen und damit letztlich im Meer. Den Müll nämlich von der Müllabfuhr abholen zu lassen, kostet für Privathaushalte umgerechnet etwa fünf Euro pro Monat. Das können sich nur die wenigsten Afrikaner leisten.

Hinzu kommt: Da das Wasser aus den Leitungen nicht trinkbar ist, sind viele Afrikaner täglich auf Trinkwasser in Plastikflaschen angewiesen. Selbst Schnaps kriegt man am Kiosk für ein paar Cent in einer kleinen Plastiktüte. Das meiste davon landet in einem der zahlreichen Fließgewässer, die auf ihrem Weg zum Meer wie ein gigantisches Fließband immer mehr Abfall einsammeln.

Eine Meeresschildkröte frisst Plastikabfall: Schon in drei Jahrzehnten könnten mehr Plastikteile in den Ozeanen schwimmen als Fische

AfD fordert Exportstopp für Plastikmüll

Wieso geht eigentlich niemand auf die Straße, um gegen dieses nachweislich wirklich menschengemachte Umweltproblem Nr. 1 zu protestieren? Vielleicht deshalb, weil Fische und Schildkröten keine Lobby mit NGO-Milliarden haben?

Die AfD im Bundestag scheint sich als einzige Fraktion des Themas bisher ernsthaft angenommen zu haben. Sie fordert einen Exportstopp von Plastikmüll in Länder, die keine Infrastruktur für das Sammeln, Lagern und Verwerten von Plastikmüll besitzen.

AfD-Umweltexperte Andreas Bleck: »Wir möchten bei den Hauptemittenten von Plastikmüll, vor allem afrikanischen und asiatischen Schwellen- und Entwicklungsländer, ansetzen und diese in die Verantwortung nehmen. Nach dem Prinzip des Förderns und Forderns wird eine Kopplung der Entwicklungshilfe an die Erfüllung von konkreten Bedingungen zur Plastikmüllvermeidung und -beseitigung angestrebt. Das größte Potenzial bei der Vermeidung und Beseitigung von Plastikmüll in den Meeren haben nun einmal die Hauptemittenten.« (hh)

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