Amokfahrer Limburg:

Tatmotiv des Syrers ist weiter unklar

Ein Trümmerfeld bietet sich am Abend des 07. Oktober in Limburg an der Lahn, nachdem ein syrischer Asylbewerber einen Lkw gekapert, damit gegen mehrere Fahrzeuge gefahren ist und acht Personen verletzt hat

Zwei Tage nach der Amokfahrt eines Syrers in Limburg an der Lahn ist das Tatmotiv weiter unklar. Unterdessen wurde Haftbefehl u. a. wegen versuchten Mordes gegen den Merkel-Gast aus dem Landkreis Offenbach (abgelaufene Aufenthaltsgenehmigung) erlassen.

Im hessischen Limburg an der Lahn hatte am Montagabend dieser Woche ein 32 Jahre alter polizeibekannter Syrer, der 2015 im Zuge der illegalen Masseneinwanderung nach Deutschland gelangte, mit einem gestohlenen Sattelschlepper mehrere Autos gerammt, aufeinandergeschoben und dabei acht Menschen zum Glück »nur« verletzt. Das Motiv des Täters gibt weiter Rätsel auf, die genauen Hintergründe der Amokfahrt in Mittelhessen sind nach wie vor unklar.

Ermittler noch »ganz am Anfang«

Zu einem möglichen Motiv des Verdächtigen gibt es nach wie vor keine Informationen. Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt sagte am Mittwoch der ›Deutschen Presse-Agentur‹ (›dpa‹), die Behörde mache grundsätzlich keine Angaben zum Aussageverhalten von Tatverdächtigen. Hinsichtlich der Aussagen von Zeugen und aus dem Umfeld des Verdächtigen stünden die Ermittlungen noch »ganz am Anfang«.

Limburger sind fassungslos

Dem Syrer, dessen Aufenthaltsgenehmigung kürzlich abgelaufen war, werden versuchter Mord, gefährliche Körperverletzung und ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Die Menschen in Limburg sind fassungslos. Eine Passantin an einer Imbissbude in der Fußgängerzone fragt: »Was muss eigentlich noch passieren, bis die Politik endlich eingreift?« Außerdem müsse die Polizei viel mehr tun, damit sich so ein Vorfall nicht wiederhole.

Viele Fragen sind noch offen. Eine davon ist: Wer ist der Täter? Warum hat er so gehandelt? Welche Rolle spielt ein Cousin, mit dem sich der Syrer vor der Amokfahrt getroffen hatte und der sich am Montag auch unweit des Tatorts aufgehalten haben soll? Die Wohnung des Cousins wurde ebenfalls durchsucht.

Weidel für flächendeckende Überprüfung

Die Vorsitzende der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Alice Weidel, erklärte unterdessen: »Während Horst Seehofer für die Aufnahme von noch mehr ›Flüchtlingen‹ plädiert, blicken die Bürger sorgenvoll in die Zukunft. Limburg ist nach der Messerattacke in Frankreich und dem versuchten Angriff auf eine Berliner Synagoge vom Wochenende nur ein weiterer Vorfall binnen kürzester Zeit. Sinnbildlich am Fall Limburg ist, dass der Täter den Sicherheitsbehörden bereits als auffällig bekannt war und trotzdem nicht abgeschoben wurde.«

Weidel forderte Seehofer auf, endlich zu handeln: »Statt sich mit der Seenotrettung zu beschäftigen oder darauf zu hoffen, dass die europäischen Außengrenzen von anderen geschützt werden, ist die deutsche Grenze jetzt umgehend zu sichern. Darüber hinaus muss nicht nur jeder Gefährder außer Landes geschafft, sondern auch eine flächendeckende Überprüfung derer durchgeführt werden, die seit 2015 bis heute ungehindert nach Deutschland strömen. Wer bereits auffällig geworden ist, hat Deutschland sofort zu verlassen. Darüber hinaus dürfen Rückführungen in befriedete Gebiete Syriens nicht länger tabu sein. Die Bundesregierung hat sich endlich um die eigenen Bürger zu kümmern!« (oys)

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