Anti-AfD-Kindersendung im ›ZDF‹:

Öffentlich-rechtliche Indoktrination der Kleinsten

Staatsfernsehen: Die öffentlich-rechtliche Kindernachrichtensendung »logo!« betreibt Anti-AfD-Propaganda

In der ›ZDF‹-Sendung »logo!«, ein täglich gesendetes Kindernachrichtenformat des öffentlich-rechtlichen ›KiKA‹-Kanals, wird erklärt, warum andere Parteien die Zusammenarbeit mit der AfD meiden. Der medienpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag sowie mehrere AfD-Politiker sprechen mittlerweile von »purer Indoktrination« und einem »Skandal«.

In der etwas mehr als einminütigen Sequenz »klärt« die Kindernachrichtensendung »logo!«, ein Format des öffentlich-rechtlichen ›KiKA‹-Kanals, unter dem Motto »Keine Zusammenarbeit mit der AfD« ihr kindliches Publikum darüber auf, warum die Altparteien sich der AfD verwehren.

Einleitend heißt es in der am Thüringer Wahlsonntag ausgestrahlten Sendung: »Die Partei AfD wird von allen anderen Parteien abgelehnt. Ein Grund dafür: Die AfD setzt sich für Dinge ein, mit denen andere Parteien nicht einverstanden sind. Zum Beispiel findet die AfD, dass zu viele Menschen aus anderen Ländern nach Deutschland einwandern und dass das schlecht für Deutschland ist.« Außerdem setze sich die Partei auf »besondere Art« für ihre Ziele ein: »Sie versucht, den Menschen zum Beispiel absichtlich Angst vor Flüchtlingen zu machen.« Andere Parteien fänden das nicht in Ordnung. Ein anderer Grund für die Ablehnung sei: »In der AfD gibt es Menschen, die rechtsextreme Ansichten haben. Rechtsextreme denken, dass nicht alle Menschen gleich viel wert sind.« Die Aussagen werden – »kindgerecht« – mit Zeichnungen verstärkt und schließen mit dem Satz: »Die anderen Parteien finden solche Ansichten falsch. Damit sie damit auf keinen Fall in Verbindung gebracht werden, wollen sie nicht mit der AfD zusammenarbeiten.«

Der medienpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Martin Renner, stellt in einer Pressemitteilung fest:

»Diese Sendung hat weder mit journalistischem Handwerk geschweige mit Nachrichten etwas gemeinsam. Das ist pure Indoktrination. Hier geht es nicht um sachliche Vermittlung von Information, sondern es soll eine bestimmte Meinung vermittelt und plump in den Mund gelegt werden. Angesichts des anvisierten Zielpublikums – Kinder – ein Skandal sondergleichen«. Renner stellt weiter fest: »Es ist nicht das erste Mal, dass eine ›logo!‹-Sendung journalistisch als abgründig tendenziell bewertet werden muss. Nach den Terroranschlägen in Paris 2015 wurde eine ähnlich ideologisch verzerrte Sendung vom ›ZDF‹ nach heftiger Kritik zur Überarbeitung aus der Mediathek entfernt. Ich fordere die Verantwortlichen mit Nachdruck auf, hier ebenso zu verfahren, um den Anforderungen des Rundfunkstaatsvertrages zu genügen.«

Alice Weidel, Fraktionschefin der AfD-Bundestagsfraktion, sieht einen Missbrauch im Gebührenmonopol. Das Vertrauen der Eltern werde für plumpe Propaganda missbraucht. Weidel kommentiert den Videoclip mit den Worten:

»Die Dreistigkeit und Einseitigkeit, mit der die öffentlich-rechtlichen Sender ihren Auftrag missachten und Stimmungsmache gegen eine demokratische Oppositionspartei betreiben, sprengt alle Grenzen des Anstands. Unter dem Deckmantel der Information missbraucht ›logo‹ das Vertrauen, das die Kinderprogramme von ›ARD‹ und ›ZDF‹ bei den Eltern genießen, um bereits die Jüngsten im Sinne der etablierten Parteien zu indoktrinieren. Das ist eine nicht hinnehmbare Grenzverletzung. Übergriffigkeiten wie dieser ›logo‹-Clip entziehen dem überfinanzierten Zwangsgebührenfernsehen die Legitimationsbasis. Wenn die Öffentlich-Rechtlichen nicht in der Lage sind, den rechtlich vorgegebenen Rahmen des Pluralismus und der Ausgewogenheit einzuhalten, muss das Modell insgesamt infrage gestellt werden.

›ARD‹ und ›ZDF‹ müssen sich entscheiden: Wer Propaganda machen will und ›Haltung‹ über objektive Faktenvermittlung erhebt, der muss sich dem Markt stellen und darf sich nicht von unfreiwillig eingetriebenen Zwangsabgaben aushalten lassen. Der ›logo‹-Skandal zeigt einmal mehr, dass eine grundlegende Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und eine Abschaffung des GEZ-Zwangsgebührensystems überfällig sind.«

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