»Antifa«-Berlinale-Hinterhalt: Der Staatsschutz ermittelt

Im »Antifa«-Überfall auf vier junge Berlinale-Besucher der »Jungen Alternative« Berlin (der Deutschland-Kurier berichtete) ermittelt jetzt der Staatsschutz, wie die Berliner Zeitung meldet. Das bedeutet, dass das Bundeskriminalamt die Attacke auf die AfD-Mitglieder als politischen Terror einstuft.

Vadim Derksen, Vorstandsmitglied der »Jungen Alternative« (JA) Berlin, dem bei dem Angriff in den Oberarm gestochen wurde, wunderte sich darüber, dass die Berliner Polizei laut Medienberichten sage, es gebe keine Zeugen. »Wir haben der Polizei die Handynummer eines Zeugen gegeben, eines Italieners, der bereit ist, auszusagen, aber nicht auf die Polizei warten konnte. Er war sehr freundlich und hilfsbereit.«

Bei dem feigen Hinterhalt hatten die »Anti«-Faschisten natürlich den körperlich Kleinsten aus der Gruppe, Fabian, am heftigsten attackiert. Fabian sagte in einem Video noch am Tatort: »Sie kamen aus einer Seitenstraße und haben uns mit Gegenständen, also mit Flaschen und Säcken, mit Steinen oder was weiß ich angegriffen. Einer hat mir auf den Hinterkopf geschlagen. Die sind auch direkt wieder abgehauen, es war scheinbar sehr gut koordiniert.« Die verletzten JA-Mitglieder sind nach dem Überfall von der Berlinale, die sie unter großem Medienecho eingeladen hatte, nicht einmal ins Kino gelassen worden, sagt Fabian: »Die Veranstaltung hatte leider schon angefangen, ich hätte mir das gerne angeschaut.«

Fabian habe sich auch am Montag nach dem Angriff »sehr unwohl gefühlt mit seiner Platzwunde am Kopf. Ihm war schwindlig«, sagte Vadim Derksen dem ›Deutschland-Kurier‹. »Er hat mittlerweile eine dicke Beule am Kopf.«

Derksen selber fahre am heutigen Dienstag zum Arzt, um seine Stichverletzung zu dokumentieren. »Ich fürchte, dass die Linken jetzt ihre Verschwörungstheorien im Netz starten. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass alles ordnungsgemäß dokumentiert wird.«

Das jüdische JA-Mitglied Dimitri sagte noch am Sonntag am Tatort, es sei erschreckend, »dass man auch als jüdischer Mitbürger und Konservativer in der AfD sich nicht mehr sicher fühlen kann. Mein Großvater, der in Israel lebt, weiß, dass ich in Berlin lebe und dass es keine besonders sichere Stadt ist. Er sagt immer, schau dich um, wenn du abends unterwegs bist. Und ich sage immer nur, ja, ja, Großvater, ich passe schon auf. Heute habe ich mich nicht umgeschaut – und werde mir seinen Ratschlag in Zukunft zu Herzen nehmen.»

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