Asylanträge steigen an:

Es kommen immer noch Zehntausende

Wieder mehr Asylanträge: Deutschland ist nach wie vor ein Magnet für Migranten

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) verzeichnet in den ersten fünf Monaten des Jahres rund 64.000 neue Asylanträge. Dies kommt der Einwohnerzahl von Städten wie Sindelfingen oder Dormagen gleich. Die meisten Antragsteller kommen aus Syrien und dem Irak. Zugelegt haben Asylanträge aus der drittstärksten Gruppe: aus Nigeria.

Demnach wurden 11.146 Erstanträge und 1.745 Folgeanträge gestellt. Die meisten Antragsteller kamen aus Syrien, Irak und Nigeria. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) entschied im Mai über die Anträge von 15.335 Asylbewerbern, das waren etwas mehr als im Vormonat (15.201). Die Zahl der nicht entschiedenen Anträge bezifferte das BMI Ende Mai mit 53.434. Das ist in etwa so viel wie im Vormonat (53.004) und mehr als im Vorjahresmonat (Ende Mai 2018: 50.373).

In den Monaten Januar bis Mai 2019 wurden insgesamt 74.107 Asylanträge gestellt, davon 63.703 Erstanträge. Diese Zahl ist rückläufig im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, nämlich um 5 Prozent. 17.829 Asylanträge kamen von Syrern und 6.627 von Irakern – bei beiden Gruppen sank die Zahl im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hingegen stieg die Zahl der Asylanträge der drittstärksten Gruppe: Zwischen Januar und Mai 2019 stellten 6.389 Nigerianer einen Asylantrag. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 5.141.

Hauptherkunftsland war im Mai mit 2.832 Anträgen erneut Syrien, gefolgt vom Irak und Nigeria mit 1.212 beziehungsweise 1.140 Asylgesuchen. 13.289 der Asylerstantragsteller (20,9 Prozent) im Zeitraum Januar–Mai 2019 waren in Deutschland Geborene im Alter von unter einem Jahr.

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