Auch die Uckermark wird verspargelt – es gibt aber eine Ausnahme:

Kein Windrad stört die Ruhe um Merkels Datsche

Ausgerechnet ein Flecken Erde in der brandenburgischen Uckermark bleibt von der Windrad-Pest verschont. Zufall? Angela Merkel (CDU) hat hier ihre Datsche.

 

Wir befinden uns im Jahre 2019 n. Chr. Ganz Brandenburg wird von der Windrad-Pest dahingerafft. Ganz Brandenburg? Nein! Eine Gegend erweist sich als immun gegen die Seuche. Womöglich auch, weil eine unbeugsame CDU-Politikerin hier ihre Datsche hat.

Gegend – viel Gegend

Eine knappe Stunde Autofahrt Richtung Norden, raus aus der stickigen Hauptstadtluft. Schon auf der Fahrt von Berlin in die Uckermark beruhigt sich der Puls. Weite Feldfluren, dichte Wälder, endlose Alleen, über denen sich Baumkronen schließen wie das Gewölbe einer Kathedrale. Fast hinter jeder Waldlichtung ein See oder Tümpel. Hier sagen sich Fuchs und Hase »gute Nacht«. Ostdeutsche Provinz, seltsam entrückt, mit Dörfern, die Hammelspring, Engelsburg und Morgenland heißen. Weit und breit kein Golfplatz, kein Luxushotel. Nur Gegend – viel Gegend.

Windräder bis zum Horizont

Die dünne Besiedlung ist Segen und Fluch zugleich. Ruhe suchende Berliner lassen sich hier nieder. Aber auch immer mehr Menschen aus Stettin ziehen in die Uckermark, um den hohen Mieten in der Stadt zu entkommen.

Weite und Einsamkeit der Landschaft locken aber noch jemanden an: Plötzlich tauchen Windräder auf bis zum Horizont. Ein Meer von Stromspargeln erstreckt sich hinter Lützlow und verschandelt diese einzigartige, eiszeitlich geprägte Hügellandschaft im Nordosten Deutschlands, teils in der Mark Brandenburg gelegen, teils in Mecklenburg-Vorpommern.

Mit der »Kenia«-Koalition wird alles noch schlimmer

Der Energiewende-Irrsinn macht auch nicht Halt in der Uckermark, hat die »Toskana des Nordens« schon jetzt in ihrer Weite und Erhabenheit völlig verändert. Zum Beispiel in Crussow, ein Dorf mit knapp 600 Einwohnern, am Südostrand der Uckermark gelegen. Etliche Anlagen umzingeln die Häuser bis auf 800 Meter. Rücksichten auf Mensch und Tier – Fehlanzeige! Die Zerstörung der Landschaft zugunsten einer nicht nachhaltigen Stromerzeugung wird von der SPD-geführten Regierung in Potsdam in Kauf genommen. Jetzt, unter der neuen »Kenia«-Koalition, dürfte alles noch schlimmer werden.

Das Reservat

Ganz anders dagegen das Bild gut 50 Kilometer weiter nördlich. In dem Weiler »Hohenwalde« gibt es keine Windräder. Hier gibt es nicht einmal einen Bäcker, keinen Kiosk, geschweige denn eine Kneipe. Hundegebell, Vogelzwitschern. Apfelbäume säumen die Straßen. Häuser mit geschmiedeten Toren, viele Jägerzäune.

Nur ein Grundstück unterscheidet sich. Eine abweisende Backsteinmauer schützt vor Blicken. Die Fenster am Haus sind abgedunkelt wie die Kanzlerlimousine. Gegenüber steht ein weißer Würfelbau, in dem Bundespolizisten Wache schieben, wenn Angela Merkel (CDU) am Wochenende – und hoffentlich bald auch unter der Woche – den Gemüsegarten ihrer Datsche beackert. Viele Nachbarn der Kanzlerin wählen die AfD – trotz oder gerade wegen Merkel.

Die Menschen in Hohenwalde sind aber auch dankbar dafür, dass sie Angela Merkel haben. Nicht wegen der paar Touristen, die sich hierher verirren. Merkel ist, wenn man so will, ein menschlicher Schutzschild gegen die Windrad-Pest. Solange sie hier lebt wie in einem Reservat, können die Menschen in Hohenwalde sicher sein, dass es der Heilige Sankt Florian gut mit ihnen meint: Verschon mein Haus, spargel andere an! (oys)

Drucken