Auf zum anderen Ufer:

CDU will Homosexuelle als Organisation anerkennen

Konrad Adenauer würde sich im Grab umdrehen: Schwule & Lesben erhalten in der CDU einen Sonderstatus

Gut zu wissen, welche Werte in der »Partei der Familie« fortan zählen: CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer (»AKK«) will die Vereinigung der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) als offizielle Sonderorganisation der Partei anerkennen. »Wir wollen, dass die LSU als Organisation fester Bestandteil unserer Partei ist und an der politischen Willensbildung der CDU mitwirkt«, heißt es in einem Beschlussvorschlag für die Struktur- und Satzungskommission der CDU. Die ›Rheinische Post‹ zitiert daraus weiter: »Wir sind davon überzeugt, dass das ein wichtiger Schritt zu noch mehr gelebter Volkspartei ist.«

Als anerkannte innerparteiliche Gliederung hätte die »LSU« zum Beispiel ein eigenes Antragsrecht auf Bundesparteitagen. Bislang ist der »Ring Christlich-Demokratischer Studenten« (RCDS) die einzige Sonderorganisation der CDU. »Junge Union« (JU), »Senioren Union« (SU), »Frauen Union« (FU), Wirtschaftsrat und Sozialausschüsse (Arbeitnehmerflügel) sind reguläre CDU-Vereinigungen.

Zur Erinnerung: Dem Fähnlein der in der sogenannten Werteunion zusammengeschlossenen CDU-Restkonservativen wird der Status einer anerkannten innerparteilichen Organisation konsequent verwehrt. Mit anderen Worten: Konservativ sein ist in der CDU kein Wert mehr an sich!

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