Aufgespießt!

Die Mainstream-Medien-Flops der Woche

Trump ist an allem schuld, der Mob kann nichts dafür, wenn er randaliert, und wer andere Meinungen zulässt, der fliegt

Die Guten in den deutschen Redaktionsstuben sind sich wieder mal einig: Trump ist an allem schuld. Am »Rassismus« sowieso, der trotz aller Förder- und Verhätschelungsprogramme für vermeintlich »Benachteiligte« so schlimm sein soll wie nie, und an den anhaltenden Ausschreitungen durch linksextreme Stoßtrupp-Organisationen wie »#BlackLivesMatter« oder »Antifa« natürlich auch.

»Feuerteufel« nennt ihn der ›Spiegel‹, einen »Zerstörer« der ›Stern‹, und unter den plakativen Schlagworten folgt die zu erwartende Schwarz-Weiß-Malerei – Pardon, das soll natürlich keine rassistische Anspielung sein. Die Guten sind nämlich immer die Schwarzen – »BPOC« sagt der korrekte Deutsche dazu seit Neuestem, »Black and People of Color« –, und die »Weißen«, besonders die »alten weißen Männer«, sind die Bösewichte im Dauer-Abo.

Auch bei der allsonntäglichen Volkspädagogikstunde von »Anne Will« – diesmal zur Abwechslung übrigens weder mit Habeck noch mit Baerbock, sondern mit Cem Özdemir als grünem Stargast – bleiben für die Kampfschreiber aus der ›Spiegel‹-Redaktion diesmal so gut wie keine Wünsche offen. Genug Migranten auf der Gästeliste, Trump muss weg, keine Frage, und auch die deutsche Polizei hat ein »Rassismus-Problem«, da sind sich Anne Will, der ›Spiegel‹ und die SPD-Chefin absolut einig.

Dem CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen, der das nicht ganz so sehen will, hält der ›Spiegel‹ die Sprachregelungslisten von einschlägigen Lobbyisten wie den Migranten-Neztwerkern »Neue Deutsche Medienmacher« vor, als handelte es sich um objektive Quellen. Und der andere weiße Mann, der Ex-USA-Korrespondent Christoph von Marschall vom ›Tagesspiegel‹, der doch tatsächlich die höhere Kriminalitätsbelastung der schwarzen Bevölkerung in den USA anzuführen wagt, kriegt auch gleich sein Fett: Das sind doch alles »soziale Probleme«, die auch wieder nur vom »strukturellen Rassismus« kommen. So einfach ist die Welt, wenn man linker Multikulturalist ist: Die eigene Klientel ist immer »Opfer«.

»Rassismus gegen Weiße« kann es deshalb übrigens schon per definitionem gar nicht geben; das könnte Christoph von Marschall sogar im eigenen Blatt nachlesen. Wegen der »Machtstrukturen« und der »kolonialistischen Vergangenheit«. Was die mit dem Verhalten von freiwillig nach Deutschland eingewanderten Nafris zu tun haben sollen, ist zwar schleierhaft; aber wer vom »umgekehrten Rassismus« spricht, ist ein »Nazi« und »Geschichtsrevisionist«.

Denn »in den USA und in Deutschland haben People of Color nicht die Macht, die Interessen der weißen, hegemonialen Mehrheitsgesellschaft zu dominieren«, belehrt uns der ›Tagesspiegel‹. Ob das die geplünderten und erschlagenen Ladenbesitzer, die abgestochenen und vergewaltigten jungen Frauen und Männer oder die ermordeten Farmer in Südafrika auch so sehen? Jaja, »Weiße können durchaus die Erfahrung machen, als Minderheit benachteiligt zu werden«, versucht sich der Kommentator, ein gewisser Hannes Soltau, in Ideologie-Akrobatik. »Doch Rassismus ist mehr als die Beschimpfung als ›deutsche Kartoffel‹.« Na, dann ist ja alles in Ordnung.

Trump ist übrigens auch deshalb doof, weil er die »Antifa« als »terroristische Organisation« bekämpfen will. Weil es die »Antifa« nämlich eigentlich gar nicht gibt. Sie »ist keine einheitliche Gruppe, sie hat keine Struktur, keine Führer. Sie zu verbieten ist einfach nicht möglich«, sagt der Frankfurter Professor Simon Wendt als »Experte« für das ›ZDF‹. Das ist praktisch für alle, die sich wie SPD-Chefin Saskia Esken ohne Reue zur »Antifa« bekennen wollen, auch wenn die gerade mal wieder ganze Innenstädte in Brand setzt. »Brandstifter« sind ja immer die anderen.

Nach der Definition des schlauen ›ZDF‹-Professors gäbe es die Mafia oder andere kriminelle Netzwerke allerdings genauso wenig. Und irgendwie gibt es die »Antifa« dann doch wieder, sie ist sogar eine super Sache, meint jedenfalls Denis Yücel – sie wissen schon, der Deutschlandhasser von der ›Welt‹, dem erst im türkischen Knast wieder einfiel, dass er irgendwo doch auch Deutscher ist.

»›Antifa‹ bedeutet Selbsthilfe: Nicht darauf warten, dass der Staat die Probleme beseitigt, sondern selber handeln«, philosophiert Yücel in der ›Welt‹. Und: »Erträglicher ist es dort, wo es eine ›Antifa‹ gibt; zivilisiert, wo sie die Oberhand hat.« Wenn das der stramme Antikommunist Axel Springer noch erlebt hätte, dass in seinem Flaggschiff eine marxistische, linksextreme Straßenkampftruppe so über den grünen Klee gelobt wird.

Pluralismus nach links, auch unter Einschluss extremer Meinungen, ist schick; in die andere Richtung kann das im publizistischen Selbstmord enden. Die Erfahrung musste jedenfalls James Bennet machen, bis heute früh noch Chef der einflussreichen Meinungsseite der ›New York Times‹. Auf der ließ er einen republikanischen Senator zu Wort kommen, der Trumps Forderung nach einem Einsatz des Militärs gegen Plünderer und Randalierer unterstützte. Das führte zu einem Aufstand in der Redaktion, und Bennet musste die ›New York Times‹, die so was Ähnliches ist wie die ›Süddeutsche‹ der USA, mit sofortiger Wirkung freiwillig verlassen.

So etwas kann einem Georg Restle natürlich nicht passieren. Der ist Chef des Magazins »Monitor« und in der Wolle gefärbter »Antifa«-Linksaktivist, und als solcher zog er in der »Tagesschau« nach allen Regeln des Agitprop über »Alltagsrassismus« in Deutschland und das weltweite »Krebsgeschwür des Rassismus« her. Und dem US-Präsidenten unterstellt Georg Restle mal eben eine »Ku-Klux-Klan-Gesinnung«.

Eine Distanzierung vom Auswärtigen Amt gibt es dazu natürlich nicht, das seltsame Männlein, das in Deutschland im zu kurzen Anzug in den zu großen Schuhen des Außenministers herumsteht, denkt im Grunde ja genauso, er drückt sich nur nicht so klar aus. Und wenn die Kanzlerin ihren Leibrundfunkern eine Audienz zu gewähren geruht, machen die teuren Regierungsfunker von ›ARD‹ und ›ZDF‹ ja auch artig in Hofjournalismus per Stichwort-»Interview«.

Gegen die anderen, die nicht auf alternativloser Kanzlerinnen-Linie liegen, darf dafür gehetzt werden, was das Zeug hält. Stolze 70 Jahre alt wird die ›ARD‹, die »Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands«, in diesen Tagen. Das »A« in ihrer Abkürzung steht inzwischen wohl eher für »Antifa«.

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