Aufgespießt!

Die Mainstream-Medien-Flops der Woche

Diesmal mit leidenden Linken-Hundis, halluzinierten »Faschisten« an jeder Straßenecke und anderen linken Ausrastern

Ein Polit-Erdbeben wie der Thüringer Probelauf zu neuen bürgerlichen Mehrheiten mit der AfD führt zuverlässig zu kollektivem Mediendurchdrehen. Bei der schieren Masse an Aussetzern und Flops fällt die Auswahl schwer.

Einen oberen Platz in der Hitliste der Peinlichkeiten hat sich zweifellos die ›Deutsche Presse-Agentur‹ (›dpa‹) mit dieser klebrigen Boulevard-Schnulze verdient: »Mitten in der Thüringen-Krise: Ramelow rührt mit Liebeserklärung auf ›Twitter‹«, barmt es da um Mitleid für den bedauernswerten Kommunisten-Boss, den der gemeine bürgerliche Klassenfeind durch nichtgenehmigte Abwahl doch tatsächlich kurzfristig samt seinen Genossen von den Steuerzahler-Fleischtöpfen fernhält.

Tatsächlich: ›dpa‹ war es nicht zu blöd, einen peinlichen Liebeserklärungs-Tweet von Ramelow zur »Nachricht« zu verwursten, in dem Bodo Ramelow seinem »Schatz« und dem Rest der Welt mitteilt, dass sogar beider »Hundi« unter »der derzeitigen Situation« leide. Dass diese Merkel ihrer CDU aber auch nicht schneller Beine macht, damit sie den treuherzigen Sozialisten Bodo und seinen Hundi endlich wieder ins Amt hievt!

Während also  Ramelows Kurzzeit-Nachfolger Thomas Kemmerich (FDP) von linksextremen Sympathisanten der in Zwangspause geschickten Rot-Rot-Grünen bedroht und sein Haus belagert wird, seine Frau auf der Straße bespuckt wird und seine Kinder von der Polizei zur Schule gebracht werden müssen, leidet Ramelows »Hundi«, weil Herrchen noch nicht wieder Ministerpräsident ist. Danke, ›dpa‹, für diese Information über das, was wirklich zählt.

Immerhin, über den wie auf Kommando losgebrochenen deutschlandweiten linken Polit-Terror gegen die FDP wird überhaupt berichtet, anders als wenn es wie sonst üblich gegen die AfD geht. Wenn deutsche Journalisten allerdings wieder mal »Weimarer Verhältnisse« heraufziehen sehen, denken sie natürlich nicht an den alltäglichen linken Straßenterror und die systematische Einschüchterung missliebiger Politiker nach dem Motto: Wer nicht links ist, ist Nazi.

Auch der Medienprofi Gabor Steingart nicht, der sonst immer mal wieder für eine treffende unabhängige Beobachtung zu haben ist. So ganz hat der ehemalige ›Spiegel‹-Mann die linke Augenklappe offenbar doch nicht abgelegt. In seinem »Morning Briefing« bringt er jedenfalls das Kunststück fertig, die »Berliner Republik« als »Weimar im Embryonalzustand« zu schildern, natürlich wegen drohender rechter Machtübernahme und so, und für die »Welle politischer Gewalt« ausschließlich Beispiele von »rechts« zu nennen – obwohl sich die meisten Angriffe bekanntlich gegen Politiker der AfD richten.

Dass die Propagandabrigade der als »Nachrichten« getarnten Agitprop-Sendungen der Zwangsgebührenfunker von ›ARD‹ und ›ZDF‹ felsenfest hinter dem Genossen Ramelow stehen, versteht sich ohnehin von selbst. Das stalinistische Kampfvokabular haben sie jedenfalls voll drauf in ihren »Kommentaren«, die sich vom Rest der Sendung durch noch intensivere Rotlichtbestrahlung auszeichnen.

»Ramelow ist kein Kommunist, aber Höcke ist ein Faschist«, belehren uns etwa die ›ARD‹-»Tagesthemen«. Ist ja klar: Ramelow führt eine Partei, die Sozialismus und Kommunismus gut findet und in der sich reichlich Linksextremisten, Alt-Kader und Stasi-Spitzel tummeln, hat mit ihr aber eigentlich nicht so viel zu tun, während AfD-Chef Höcke schon deshalb als »Faschist« denunziert werden muss, weil aus linker Sicht ja jeder Nicht-Linke potenziell einer ist. Seit neuestem auch die FDP.

›ZDF‹-Chefredakteur Peter Frey ist auch nicht faul, was das Schwingen der ganz großen Keulen angeht. Wenn ein FDP-Ministerpräsident mit Stimmen von CDU und AfD gewählt wird, führt das irgendwann nach »Endstation Buchenwald«, weiß der zweifellos hochbezahlte ›ZDF‹-Mann ganz genau. Und damit meint er höchstwahrscheinlich nicht das im ehemaligen NS-Konzentrationslager eingerichtete »Speziallager« der Sowjets, in dem bis in die Fünfzigerjahre aufrechte Sozialdemokraten, enteignete Bürger und »Junker« und sonstige Regimegegner eingesperrt, gefoltert und ermordet wurden.

Und weil auch Mutti Merkel lieber den netten Bodo als Regierungschef in Thüringen haben will als den Kerl von der FDP, der nicht mal um Erlaubnis gefragt hat, steht selbstverständlich auch die ›Bild‹-Zeitung ohne Zögern in der »Antifa«-Einheitsfront. Den Namen Höcke kann das Springer-Blatt schon gar nicht mehr ohne »Nazi«-Zusatz in eine Schlagzeile bringen, und die Abwahl Ramelows war nicht weniger als eine »Wahl der Schande«, und nicht etwa ein ganz normaler demokratischer Vorgang.

Noch nicht ganz so lange dabei im Hardcore-»Antifa«-Club, aber dafür umso eifriger ist die früher mal konservativ gewesene ›FAZ‹ aus Frankfurt. Sowohl in der Wochenausgabe als auch in der Sonntagszeitung marschiert das Feuilleton beim Linksrutsch an der Spitze.

Die Fremdschäm-Szene nach der Abwahl Ramelows, als die Thüringer Linken-Chefin Susanne Hennig-Wellsow dem FDP-Nachfolger Kemmerich den eigentlich für den Genossen Bodo gedachten Blumenstrauß vor die Füße warf, erfüllt das Sonntags-Feuilleton mit überschwänglicher Begeisterung: Der »perfekte Moment« sei das gewesen, wegen »Haltung«, Widerstand und so. Das hätte im ›Neuen Deutschland‹ auch nicht schöner stehen können.

Schlechtes Benehmen, wenn es mal nicht so läuft wie gewünscht, ist übrigens keine Spezialität der deutschen Linken. Auch US-Linke können sich wie trotzige Kleinkinder aufführen, wenn die anderen wieder mal cleverer waren. Nancy Pelosi zum Beispiel, die Sprecherin der Demokraten im US-Kongress: Nach Donald Trumps Rede »zur Lage der Nation«, die ihm wieder mal zur Werberede in eigener Sache geriet – andere Politiker würden so etwas natürlich nie tun –, zerriss sie demonstrativ vor allen Kameras das Manuskript der Rede, das er ihr vorher überreicht hatte.

Die »Nachrichten« von ›ZDF‹ heute haben auch für solchen Kinderkram volles Verständnis. Das sei »das Höflichste, was ihr dazu eingefallen sei«, zitieren sie die verbissene alte Dame voller Begeisterung. Auf die Inhalte kommt es weniger an, die kann man auch weglassen. Wegen der »Haltung«, Sie wissen schon. (fh)

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