Auflösungserscheinungen im Soros-Netzwerk?

Missbrauchsvorwürfe gegen »Transparency International« in Berlin

Was geht hinter den Kulissen der selbsternannten Antikorruptions-Wächter »Transparency International« vor? Die linke britische Zeitung ›Guardian‹ erhebt schwere Vorwürfe

Im August berichtete der linke britische ›Guardian‹ über angebliche Missbrauchsvorwürfe gegen die Soros-nahe NGO »Transparency International« (TI). Die deutschen Medien schweigen bisher dazu, obwohl TI ihr weltweites Hauptquartier in Berlin hat.

»Dem Antikorruptions-Wächter Transparency International wird vorgeworfen, eine ›toxische‹ Arbeitsatmosphäre von Mobbing und Belästigung zu befördern. Die Vorwürfe gegen TI folgen ähnlichen Vorwürfe gegen das Arbeitsklima in anderen führenden NGOs«, so der ›Guardian‹.

Transparency International sei mit seiner Arbeit in über 100 Ländern bekannt für seinen Einsatz für »Whistleblower« und für mehr Transparenz bei Firmen und Regierungen. Ebensolche Whistleblower hätten nun aber Vorwürfe gegen TI erhoben, schrieb der ›Guardian‹.

»Ich habe mich krank gearbeitet«, zitiert der ›Guardian‹ eine anonyme Ex-Mitarbeiterin aus Berlin. »Ich wiege eh nur 52 Kilo, aber vor lauter Stress habe ich nur noch 44 Kilo gewogen.«

Ähnliche Vorwürfe habe es gegen andere NGOs gegeben. Im Mai 2018 habe sich der Amnesty International Mitarbeiter Gaëtan Mootoo in Paris umgebracht und einen Skandal um Arbeitsbedingungen bei Amnesty nach sich gezogen. Gegen Oxfam, die Sunlight Foundation und Save the Children habe es Vorwürfe von sexuellem Missbrauch gegeben.

»Was wir bei Amnesty gesehen haben, sind dieselben Zustände wie bei TI«, so die anonyme Quelle des ›Guardian‹. »Nur hat sich noch keiner umgebracht.« Das Budget bei TI sei zurückgefahren worden, Mitarbeiter müssten vor lauter Arbeitsbelastung teilweise im Büro übernachten, um ihre Fristen einzuhalten.

Im August 2018 hätte der TI-Betriebsrat eine Umfrage unter 92 Angestellten gestartet. 66 Prozent beklagten sich über Mobbing am Arbeitsplatz, jeder fünfte sah sexuelle Belästigung »als Thema« bei TI.

Der Artikel richtet sich speziell gegen die Geschäftsführerin in Berlin, Patricia Moreira, die seit 2017 die NGO leitet und mit Einsparungen aufgrund finanzieller Engpässe zu kämpfen hatte. Moreira habe die flache Hierarchie bei TI – eine Sparmaßnahme seit 2016 – abgeschafft und wieder eine klare Befehlskette mit richtigen Vorgesetzten eingeführt. Darüber waren manche Mitarbeiter wohl unglücklich.

Auch die anderen Vorwürfe des Artikels klingen eher wie interne Arbeitsplatzstreitigkeiten und weniger nach Skandal. Konkrete Beweise für sexuellen Missbrauch bei Transparency liefert der Artikel von Journalistin Vidhi Doshi nicht. Da sowohl der ›Guardian‹ wie TI den Open Society Foundations (OSF) des linken Großspenders George Soros nahesteht, könnten die Anwürfe auch Teil eines internen Machtkampfes sein.

Gegenüber dem Deutschland Kurier sagte TI-Pressesprecher Ferenc Gaál: »Wir nehmen alle Vorwürfe sehr ernst und überprüfen unsere Arbeitsplatzpraktiken, um mögliche Probleme zu identifizieren und zu beheben. Zu diesem Zweck haben wir einen externen Prüfer eingesetzt, um die genauen Umstände aufzuklären. Mehr dazu in unseren Pressemitteilungen hier und hier

Der Artikel sei das Resultat konkreter Anschuldigungen, die die Journalistin Vidhi Doshi von ehemaligen und gegenwärtigen Mitarbeitern erfahren habe. Weitere Gründe für die Anschuldigungen speziell gegen Geschäftsführerin Patricia Moreira seien nicht bekannt. Auch ein konkreter Zusammenhang mit Open Society sei nicht bekannt, so Gaál. »OSF ist ein geschätzter und langfristiger Partner von Transparency International.« Der im Artikel erwähnte finanzielle Engpass sei ein einmaliges Ereignis 2016 gewesen. Laut Rechenschaftsbericht hatte TI 2018 Einnahmen von 22.716.566 Euro und Ausgaben von 22.419.555 Euro.

Von der Bundesregierung erhielt TI 2018 laut eigenen Angaben Zuschüsse in Höhe von 3.098.601 Euro, darunter 1.530.938 Euro vom Entwicklungsministerium, 799.307 Euro vom Umweltministerium, 423.969 Euro vom Auswärtigen Amt und 344.387 Euro von der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Deutschland ist damit der zweitgrößte Geldgeber an TI nach dem Vereinigten Königreich (3.504.581 Euro des britischen Entwicklungsministeriums).

Von der Europäischen Kommission erhielt TI 2018 3.463.555 Euro. Von den Soros-nahen NGOs erhielt TI 2018 422.318 Euro vom Open Society Institute sowie 396.014 Euro vom Journalism Development Network.

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