Aus dem Alltag eines Abgeordneten 3

Damit ein Bundestagsabgeordneter in Berlin seine Arbeit aufnehmen kann, ist einiges an Organisation nötig. Es müssen Gespräche mit Mitarbeitenden geführt werden, man verabschiedet sich vom alten Arbeitgeber (eine Verpflichtung, der Fraktionsmitglieder der Grünen aus nahe liegenden Gründen oftmals enthoben sind). Dann muss man sich entscheiden, ob zukünftig eine Wohnung oder ein Hotel als Bleibe in Berlin dienen sollen.

Was die Mitarbeitenden angeht, so erreichen mich beinahe täglich Bewerbungen. Mein Team ist inzwischen komplett. Es setzt sich zusammen aus Menschen, die mich nicht nur fachlich überzeugen, sondern die sich schon lange mit Herz und Leidenschaft für unsere patriotische Sache eingesetzt haben. Wer bewiesen hat, dass Deutschland es wert ist, notfalls Freundschaften oder sogar die berufliche Karriere aufs Spiel zu setzen, wer für seine Liebe zu unserem Vaterland Angriffe von Linksextremen riskiert und im Wahlkampf miterlebt hat, der hat es verdient, bei der Personalauswahl vorgezogen zu werden.

Sich gut zu kennen, reicht jedoch allein nicht.

Abhängig von der zu verrichtenden Tätigkeit und dem Gehalt, das gezahlt werden soll, verlangt die Bundestagsverwaltung gewisse Qualifikationen.

Es muss eine ganze Menge Dokumente, wie z.B. das polizeiliche Führungszeugnis, eingereicht werden, bevor die Bundestagsverwaltung, welche die Bezahlung der Mitarbeitenden regelt, ihr Okay gibt. Natürlich müssen diese Mitarbeitenden auch ausgestattet werden. So stehen ihnen u.a. Laptops zu, auf die ich aber noch einige Wochen werde warten müssen, wie mir die Verwaltung erklärte.

Dafür sollen in der nächsten Woche die Büros bezogen werden können.

Ob diese wirklich vier Kilometer vom Bundestag entfernt sind, wie man in der Mainstream-Presse lesen konnte, und wie diese Büros aussehen, berichte ich Ihnen in der kommenden Woche.


Jan Nolte

(28) ist Landesvorsitzender der Jungen Alternative (JA) Hessen und  Mitglied des Deutschen Bundestages.

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