Axel Springer

Scheitert die Übernahme durch US-Investor?

Sitz der Axel Springer SE in Berlin: Der amerikanische Investor »KKR« will in großem Stil bei Springer einsteigen

Wenige Tage vor Ablauf der Angebotsfrist ist das Interesse der Aktionäre, ihre Anteile an den US-Großinvestor KKR zu verkaufen, immer noch verhalten. Bislang seien mehr als 7,2 Millionen Aktien angedient worden, angeblich vor allem von privaten Anlegern, heißt es in Berlin.

Noch bis zum Ende dieser Woche können die Aktionäre des Berliner Medienhauses dem US-Finanzinvestor KKR ihre Anteile verkaufen. Dann läuft die Annahmefrist für die Springer-Aktien aus, für die KKR 63 Euro je Anteilsschein zahlen will (der Deutschland Kurier berichtete).

Bislang sei das Interesse der Springer-Aktionäre weiterhin verhalten, meldet der Branchendienst ›Meedia‹. So seien dem Investor aus New York bis Stand Ende der vergangenen Woche etwas mehr als 7,2 Millionen Aktien angedient worden. »Dies entspricht einem Anteil von 6,68 % des zum Meldestichtag bestehenden Grundkapitals und der zum Meldestichtag bestehenden Stimmrechte von Axel Springer«, so der US-Fonds.

Damit ist das Unternehmen aus New York (Stand Wochenbeginn) weit von seinem Ziel entfernt, 20 Prozent des Grundkapitals des noch immer größten europäischen Medienhauses zu übernehmen.

Ob es überhaupt zu dem Einstieg bei Springer kommt, hängt jetzt davon ab, ob in dieser Woche auch die großen Fondsgesellschaften nachziehen und ihre Anteile veräußern. (elf)

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