Balkanroute:

Tschechien bereitet sich auf Invasion vor

Übung der tschechischen Polizei im Mai dieses Jahres zur Vorbereitung auf die Wiedereinführung von Grenzkontrollen: Mit einer aktuellen neuen Großübung rüstet sich Tschechien für die nächste Migrationswelle

Tschechien hat in dieser Woche mit einer Großübung Vorsorge zur Abwehr einer neuen Migranteninvasion getroffen. Unterdessen hält in der Ägäis der Zustrom sogenannter Flüchtlinge in die EU unvermindert an.

Mit einer großangelegten Übung hat Tschechien die Wiedereinführung von Grenzkontrollen zur Slowakei geprobt. Damit bereite man sich auf eine mögliche neue »Migrationswelle« vor, erläuterte Innenminister Jan Hamáček.

Ein souveräner Staat müsse in der Lage sein, seine Grenzen zu schützen, betonte der Minister. Knapp 300 Polizisten, Soldaten, Zollbeamte und Feuerwehrleute waren demnach im Einsatz, um einen 49 Kilometer langen Abschnitt der Grenze probehalber zu überwachen. Polizisten sollten einen illegalen Grenzübertritt vortäuschen. In der Gemeinde Mosty u Jablunkova wurde eine provisorische Registrierungsstelle für Migranten und sogenannte Flüchtlinge eingerichtet.

Nullsummenspiel mit »Flüchtlingen«

Unterdessen hält der Zustrom von Migranten aus der Türkei nach Griechenland unvermindert an. Die griechische Regierung hatte am Dienstag weitere 155 Migranten aufs Festland bringen lassen, um die überfüllten Flüchtlingslager auf den Inseln im Osten der Ägäis zu entlasten. Das berichtete das Staatsfernsehen (ERT).

Allein in den vergangenen drei Tagen hatte Athen mehr als 1.000 Migranten zum Festland gebracht. Parallel dazu hatte in den vergangenen vier Tagen eine etwa gleich hohe Zahl von Migranten aus der Türkei zu den griechischen Inseln übergesetzt – die vermeintliche Entlastung der Inseln durch Verbringung der »Flüchtlinge« auf das EU-Festland war somit ein Nullsummenspiel.

Athen will nach Regierungsangaben bis zum Ende des Jahres mehr als 20.000 Migranten auf das Festland holen und sie in allen Landesteilen in Wohnungen und verlassenen Kasernen der Armee unterbringen. Es ist dann wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis die Herrschaften weiterreisen. (lol)

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