BAMF-Chef:

Fast jeder Zweite hat keine Papiere

Ein BAMF-Mitarbeiter stellt einen sogenannten Flüchtlingsausweis aus: Nur etwa 45 Prozent aller Asylbewerber haben Ausweispapiere dabei

Die Identitätsfeststellung von in Deutschland ankommenden »Flüchtlingen« ist noch immer schwierig. »Nur etwa 45 Prozent der Asylsuchenden haben Ausweispapiere dabei«, sagte der Chef des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Hans-Eckhard Sommer, der Düsseldorfer ›Rheinischen Post‹. Bei den übrigen Personen sei man auf deren Angaben angewiesen.

Inzwischen könne man aber angeblich sicherstellen, dass sich im Asylverfahren niemand mehr diverse Identitäten zulegen könne. Zudem würden die Angaben mit verschiedenen IT-Verfahren, beispielsweise Spracherkennung oder Auslesen von Handy-Daten, überprüft. »Wir müssen daher möglichst früh nach Ankunft der Asylbewerber deren Handys auslesen«, betonte Sommer. »Nach einigen Tagen Aufenthalt in Deutschland bekommen wir oft nicht mehr die mitgebrachten Geräte vorgelegt.«

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