Beamte ermitteln gegen Kollegen

Polizist erschießt Afghanen in Notwehr

Im niedersächsischen Stade wehrt sich ein Polizeibeamter mit der Waffen gegen einen afghanischen Asylbewerber, dieser erliegt seinen Verletzungen (Symbolbild)

Nach dem Tod eines Asylbewerbers aus Afghanistan bei einem Polizeieinsatz im norddeutschen Stade ermitteln jetzt Beamte der Polizeiinspektion Cuxhaven gegen ihren Kollegen. Das berichtet der Sender ›NDR 1 Niedersachsen‹.

Der Polizist hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft am Samstagabend während eines Einsatzes in einer Flüchtlingsunterkunft im Ortsteil Bützfleth auf den 20-jährigen Merkel-Gast geschossen und ihn tödlich getroffen, nachdem dieser mit einer Eisenstange auf den Beamten losgegangen war. Die am Vorfall nicht beteiligten Kollegen aus Cuxhaven sollen nunmehr prüfen, ob aus Notwehr gehandelt wurde – was aufgrund der Umstände offensichtlich ist.

Am Samstagabend ging gegen 19.45 Uhr bei der Polizei in Stade ein Notruf ein. Demnach waren zwei Personen in einem Mehrfamilienhaus in der niedersächsischen Stadt unweit von Hamburg aneinandergeraten.

Da es sich bei einem der Beteiligten um einen der Polizei bereits aus anderen Vorfällen einschlägig bekannten Afghanen handelte, schickte die Polizei vorsorglich zwei Streifenwagen zum Tatort in den Stadtteil Bützfleth.

Als die ersten Beamten an der Wohnung des Krawallmachers eintrafen, reagierte dieser zunächst nicht. Als kurze Zeit später die zweite Streifenwagen-Besatzung die Wohnung betrat, ergriff der Mann eine Hantelstange aus Eisen und ging damit auf die Beamten los.

Um sich gegen den Angreifer zu wehren, setzten die Beamten zunächst Pfefferspray ein. Davon unbeeindruckt attackierte der Afghane die Beamten weiter. Erst als einer der Beamten seine Dienstwaffe zog und auf den Angreifer schoss, wurde der Mann gestoppt und tödlich verletzt. (lol)

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