›Bild‹ und ›Welt‹ im freien Fall

Auflagen der »Springer«-Zeitungen brechen erneut dramatisch ein!

Zurückgelassene ›Bild‹-Zeitung auf maroder Bank: Der Springer-Presse laufen die Leser davon

Alles wie gehabt beim Berliner Verlag »Axel Springer«: Für dessen verbliebene Titel ›Bild‹, ›Welt‹ und ›Bild am Sonntag‹ ging es im zweiten Quartal 2019 erneut dramatisch nach unten!

Auch in seinem nunmehr zweiten Amtsjahr hat ›Bild‹-Oberchefredakteur Julian Reichelt außer massiven Auflagenverlusten nichts vorzuweisen. Dem Blatt kam abermals eine sechsstellige Zahl an Käufern (144.000) gegenüber dem Vorjahresquartal abhanden. Die verkaufte Auflage von ›Bild‹ liegt in den beiden wichtigen Kategorien Abo und Einzelverkauf nur noch bei 1,3 Millionen – eigentlich aber sogar darunter, weil »Springer« die schwindsüchtige Berliner ›B.Z.‹ der ›Bild‹-Auflage zuschlägt.

Jedenfalls meldet ›Bild‹ erneut rund 10 Prozent weniger Auflage – ganz genau: 9,9 Prozent. Der kleine, aber feine Unterschied ist wichtig deshalb, weil sie bei ›Bild‹ inzwischen »alles unter 10 Prozent als Erfolg feiern«, so ein leitender Redakteur zum Deutschland Kurier.

Deutlich im Minus (-9,8 Prozent) liegt auch das Schwesterblatt ›Bild am Sonntag‹. Mit nur noch rund 715.000 Abos und Einzelverkäufen ist das Blatt unter der linksgrünen Chefredakteurin Marion Horn bereits dort, wo ›Bild‹ erst noch hin will.

Laut den am Donnerstag veröffentlichten Print-Quartalsauflagen der Berliner »Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e. V.« (IVW) ging es prozentual noch rasanter bergab für Springers ›Welt‹ – und zwar um minus 14,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das ehemals konservative Flaggschiff des 1985 verstorbenen Patrioten Axel Springer kam zuletzt nur noch auf 71.779 Abos und Einzelverkäufe und erscheint damit quasi weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Einigermaßen fangen konnte sich hingegen nach dem Abgang ihres unsäglichen Chefredakteurs Peter Huth Springers ›Welt am Sonntag‹. Das Blatt sah im zweiten Quartal nur knapp 8.000 Leser von hinten und kommt jetzt auf eine »ehrliche« Auflage von 206.000 Zeitungen (-3,3 Prozent).

Erfreulich: Die ›Junge Freiheit‹ kann ihre Auflage mit 23.103 Abos und Einzelverkäufen relativ stabil halten. Sie verlor im 2. Quartal lediglich 232 Käufer. (elf)

Drucken