Brandstiftung

Neun Autos in einer Nacht ausgebrannt

Immer wieder werden in Frankfurt Autos abgefackelt: Im Bild ein mutmaßlich von Linksextremisten in Brand gesetztes Fahrzeug während den sogenannten Blockupy-Protesten

In Frankfurt-Bockenheim haben in der Nacht auf Dienstag neun Autos gebrannt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus, da mutmaßlich Brandbeschleuniger verwendet wurden.

Zunächst hieß es, dass nur ein Auto in Flammen stehe. Als die Einsatzkräfte eintrafen, hatte sich das Feuer bereits ausgebreitet und sechs weitere Wagen erfasst. Die Fahrzeuge brannten komplett aus. Zwei weitere Autos wurden durch die Hitzeeinwirkung beschädigt. Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Morgenstunden. Rettungsdienst und Feuerwehr waren mit insgesamt 13 Fahrzeugen und 42 Einsatzkräften vor Ort. Die Höhe des Schadens lässt sich zurzeit noch nicht festmachen.

Wie die »Hessenschau« berichtete, wurden in der Nacht gegen 3.15 Uhr die Anwohner des dichtbebauten Wohnviertels in der Falkstraße durch Brandgeruch aus dem Schlaf gerissen und blickten sodann auf ein regelrechtes Inferno. Ein Zeuge gab an, er habe eine Benzinbrandspur gesehen, die sich auf Reifenhöhe über eine Länge von sieben Fahrzeugen gezogen habe. Auch die angrenzenden Hausfassaden sowie die Rollläden der Häuser wurden durch die Hitze beschädigt. Zwei Anwohner klagten laut der Polizei über Beschwerden wegen Rauchgasen. Sie mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Die Kriminalpolizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Es kam möglicherweise Brandbeschleuniger zum Einsatz.

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Auf dem linksextremen Internetportal ›Indymedia‹ bekennen sich Extremisten dazu, in der Nacht auf Dienstag in Frankfurt-Bockenheim ein Auto von Siemens »abgefackelt« zu haben. »Siemens verdient sein Geld mit dem Bau von Schließmechanismen für Knäste, liefert Überwachungstechnik unter anderem an die Türkei und rüstet Frontex und die EU-Außengrenzen auf«, heißt es auf der extremistischen Internetplattform.

Es ist nicht das erste Mal, dass in Frankfurt Autos abgefackelt werden. Bereits zwischen Dezember 2017 und September 2018 kam es zu mehreren Autobränden im Frankfurter Stadtgebiet. Ende Dezember 2017 brannten sechs hochwertige Fahrzeuge in Heddernheim. Die Polizei ging damals von Brandstiftung aus, konnte aber keinen Täter ermitteln. Der Sachschaden lag im sechsstelligen Bereich. Im März 2018 brannten dann insgesamt vier Autos im gutsituierten Stadtteil Nordend. Auch hier gingen die Ermittler von Brandstiftung aus. Pfingsten 2018 brannten wieder Autos und auch hier war es der Polizei nicht möglich, einen Täter zu ermitteln. Zuletzt kam es im September 2018 zu einem Feuer in Fechenheim, dort brannten fünf Pkws. In allen Fällen geht die Polizei von Brandstiftung aus, bei der Tätersuche tappen die Ermittler jedoch weiterhin im Dunkeln.

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