Brexit-Chaos

Boris Johnson will Premierminister werden

Möchte Theresa May als britischen Premier beerben: der ehemalige Londoner Bürgermeister und ehemalige britische Außenminister Boris Johnson

Damit ihr Brexit-Deal doch noch vom Parlament abgesegnet wird, bot Großbritanniens Premier Theresa May ihren Rücktritt an. Der frühere Außenminister Boris Johnson teilt nun mit: »Natürlich stehe ich bereit.«

Schon länger gilt Boris Johnson (Conservative Party) als Topanwärter auf die Nachfolge von Großbritanniens Premierministerin Theresa May. Nun hat er seine Ambitionen noch einmal bekräftigt. »Natürlich stehe ich dafür bereit«, so der Ex-Außenminister am Rande einer Veranstaltung der Versicherungswirtschaft. Das berichtet der britische Sender ›BBC‹.

Johnson führte die Kampagne der Befürworter eines EU-Austritts des Vereinigten Königreichs vor dem Referendum am 23. Juni 2016 an und galt damals bereits als einer der Favoriten für die Nachfolge des Premiers David Cameron.

Die britische Premierministerin ist mit ihren Verhandlungen mit Brüssel rund um den Brexit-»Deal« bisher drei Mal im Unterhaus gescheitert. Wie der Deutschland Kurier berichtete, will May im Juni zum vierten Mal im britischen Unterhaus über ein Brexit-Abkommen abstimmen lassen. Dieses Mal dann über einen Umweg. Das Gesetz zum EU-Austrittsabkommen (»Withdrawal Agreement Bill«) soll in der ersten Juniwoche ins Parlament eingebracht werden. Das Gesetz zum EU-Austrittsabkommen ist notwendig, um das Abkommen nach britischem Recht wirksam zu machen.

Um ihren Deal doch noch zu retten, setzt May wohl weiterhin auf die Hilfe der Opposition. Die Premierministerin traf sich jüngst erneut mit Labour-Chef Jeremy Corbyn. Das Gespräch sei »nützlich und konstruktiv« gewesen, hieß es in einer Mitteilung. Die Gespräche zwischen Regierung und Opposition würden fortgesetzt, da eine »stabile Mehrheit« angestrebt werde, um das Gesetz zum Austrittsabkommen durchs Parlament zu bringen.

Die Regierung und Labour-Vertreter diskutieren seit mehreren Wochen, wie sich im Unterhaus eine Mehrheit für Mays Brexit-Abkommen finden lassen könnte. Allerdings machen sie dabei nur zögerliche Fortschritte.

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