Christliche Sex Union: Affären & Schmutzeleien

»A Hund is‘ er scho‘!« In der Christlichen Sex Union (CSU) gilt dieses »Lob« mehr als der Bayerische Verdienstorden. Es ist quasi die Erhebung in den innerparteilichen Adelsstand. Affären, Intrigen, Skandale und Schmutzeleien gehören zur prallen Geschichte der Partei mit dem demonstrativen »C« im Namen wie Dirndl, Lederhosen und Janker.

Nach dem außerehelichen Kindsvater Horst Seehofer hat es jetzt auch der seit 30 Jahren (angeblich) glücklich verheiratete Bundestags-Vize Hans-Peter Friedrich (60) in die höchsten Sphären der Bigotterie geschafft. Der Ex-Innenminister tanzte auf dem Bundespresseball im Berliner Luxushotel »Adlon« mit seiner neuen Liebe, der verheirateten Zollbeamtin Diana Troglauer (37). Wohl nicht ganz freiwillig, wenn stimmen sollte, wie es dazu kam.

Aus CSU-Kreisen verlautet dazu: Das Seehofer-Lager habe die Liebesbeziehung des Bundestags-Vize an die rote Gruppe der Springer-Presse »durchgestochen«. Als Retourkutsche dafür, dass sich der CSU-Bezirksverband Oberfranken, dem Friedrich vorsteht, sehr frühzeitig an die Spitze der »Seehofer muss weg«-Bewegung gesetzt habe. Die Springer-Presse habe Friedrich die Pistole auf die Brust gesetzt: Entweder ein nettes »Exklusivfoto« auf dem Bundespresseball oder …

Womit wir beim Thema »Schmutzeleien« wären.

In der Christlichen Sex Union ist die »Schmutzelei« zum geflügelten Wort geworden. »Schmutzeln« bedeutet in der CSU so viel wie das Privatleben eines innerparteilichen Widersachers ausschlachten. Ursprünglich hatte Seehofer mit dieser Wortschöpfung seinen Intimfeind, den bayerischen Finanzminister und Möchtegern-Ministerpräsidenten Markus Söder, im Blick. Der soll nämlich hinter dem Gerücht gesteckt haben, die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hätte eine lesbische Beziehung zur Strauß-Tochter Monika Hohlmeier gehabt.

Geradezu eine Fundgrube für »Schmutzeleien« sollen die Fahrtenbücher der Bundestags-Fahrbereitschaft sein. Vor allem CSU-Abgeordnete, so heißt es, würden sich in Sitzungswochen zu einschlägigen Berliner Etablissements chauffieren lassen. (oys)

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