Corona-Hysterie:

Kritik an Massentests in Bayern

Bayern treibt den staatlichen Corona-Irrsinn auf die Spitze: Im Freistaat sollen sich alle Bürger testen lassen, auch wenn sie gar keine Symptome haben

Der aberwitzige Vorstoß Bayerns, die Bevölkerung im Freistaat massenweise und flächendeckend auf eine mögliche Covid-19-Infektion zu testen, stößt auf breite Kritik. Die CDU-Gesundheitspolitikerin Karin Maag gab in der ›Augsburger Allgemeinen‹ zu bedenken: »Wenn ich ganz frisch infiziert bin, schlägt der Test noch nicht an. Unmittelbar nach dem Test weiß ich, ob ich positiv beziehungsweise negativ getestet wurde, ich kann mich aber in den nächsten Tagen neu anstecken.« Aus ihrer Sicht sei es darum sinnvoll, weiter gezielt zu testen, wo »Menschen leben oder arbeiten, die besonders geschützt werden müssen«. Der bayerischen Staatsregierung warf sie »Vorpreschen« vor: »Es wäre schön, wenn sich alle, die sich auf ein gemeinsames Vorgehen geeinigt haben, auch daran hielten«, so die gesundheitspolitische Sprecherin der Unionsfraktion im Bundestag.

Auch aus anderen Bundesländern gibt es bislang keine Unterstützung für den Vorstoß Bayerns. »Angesichts der vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen in Sachsen-Anhalt hält es das Gesundheitsministerium derzeit für zielführender, weiterhin Infektionsketten sofort ausfindig zu machen, um Ansteckungsherde schnell zu löschen«, sagte ein Sprecher der Landesbehörde in Magdeburg. Hamburg will gleichfalls auf Corona-Tests für alle Bürger verzichten. Das sei nicht sinnvoll, so ein Senatssprecher mit Verweis auf das Robert Koch-Institut (RKI).

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hatte am Sonntag angekündigt, dass sich im Freistaat bald jeder, auch ohne Symptome, auf das neuartige Coronavirus werde testen lassen können. Die Kosten will der Freistaat (Steuerzahler) übernehmen, sofern die Krankenkassen nicht einspringen.

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